Historische Bilder aus der Grafschaft Glatz (Schlesien)

Kreis Neurode

Eckersdorf

Mehrfach-Ansichstkarte 1898
Totalansicht, Ruine, Postamt, Hauptplatz mit Kirche und Schloss, Südseite und Schloss
Colorierte Mehrfach-Ansichtskarte von 1898 aus dem Verlag von Cl. Spitzer, Eckersdorf.

Schloß in Eckersdorf bei Glatz um 1885
Schloß in Eckersdorf bei Glatz.
Grafik von 1885

Schloß und Kirche
Schloß und Kirche
(Nachdruck der Heimatgruppe Grafschaft Glatz)

Nepomuk-Statue
Nepomuk-Statue mit Kirche und Schloß
(aus „Grafschaft Glatzer Bildkalender 1989“)

Ortsansicht
Ortsansicht
(aus „Adreßregister der Grafschaft Glatz“)

Schloß
Schloß, Schule, Kirche
Aufnahme vom 27. Juli 1938
(aus der Sammlung von Joachim Grüger)

Schloß
Historische Grafik von Schloß Eckersdorf
(abfotografiert von Roswitha Irving)

Die Ruine bey Eckersdorf.
Die Ruine bey Eckersdorf.

Die Ruine Eckersdorf ist ein zerfallener Aussichtsturm in Eckersdorf (poln. Bożków) bei Möhlten im ehemaligen Kreis Neurode (Nowa Ruda). Die Ruine befindet sich auf einem 396 Meter hohen Hügel im Südwesten von Eckersdorf. Die Ruine wurde auch Schloßruine Eckardsturm genannt. Der Hügel wurde später nach der Ruine benannt und bekam den Namen Ruinenberg. Im Polnischen heißt der Berg Grodziszcze.
Die Ruine war ein viergeschossiges Bauwerk mit Aussichtsfläche, die über eine Wendeltreppe bestiegen werden konnte. Die Ruine beherbergt in den oberen drei Etagen jeweils einen kleineren Raum; im Erdgeschoss befand sich ein größerer Raum, welcher als Küche, Schlafraum und Wohnraum genutzt wurde. Teilweise waren die Räume beheizbar; insgesamt hatte die Ruine zwei Kaminschlote. Bis in das frühe 20. Jahrhundert befand sich eine Veranda am Turm. Neben dem Turm war ein Schuppen, der auch als Kleinviehstall genutzt wurde.
Der Turm wurde im Stil einer Ruine im Jahre 1801 oder 1813 auf Veranlassung von Louise von Götzen, der Ehefrau des Grafen Anton Alexander von Magnis, als Geschenk an ihren Ehemann gebaut. Zum Bau wurden Steine aus einem nur wenige hundert Meter südlich gelegenen Steinbruch am Steinberg verwendet.
Zunächst diente der Turm dem Grafen als Jagdsitz. Später war der mehr als 20 Meter hohe Aussichtsturm, von dem ein guter Ausblick auf das Glatzer Land möglich war, mit seiner kleinen Gaststätte ein beliebtes Ausflugsziel.
In den 1950er Jahren stürzte die Ruine zum größten Teil zusammen. Teile der Wendeltreppe waren noch bis in die 1980er Jahre benutzbar. Einen Stromanschluss gab es nie. Auch ein Wasseranschluss fehlte, es konnte jedoch einer nur wenige hundert Meter westlich gelegenen Quelle im Sommer und Winter entnommen.
Die Ruine wurde bis in die 1940er Jahre zur Beaufsichtigung ständig bewohnt. Besucher wurden von den Bewohnern gegen Entgelt auf den Turm gelassen und bekamen auf Anfrage auch Getränke, z. B. selbst gemachte Himbeerlimonade oder Bier. Die letzten Bewohner waren bis zur Vertreibung 1946 eine deutsche Bergmannsfamilie.
Von dem Bauwerk ist heute nur noch wenig erhalten; Räume im Untergeschoss sind nicht mehr zu erkennen bzw. unter den Trümmern der eingestürzten Gebäudeteile begraben. Stehen geblieben ist lediglich der Teil des Turmes, welcher die Wendeltreppe enthalten hatte.
Quelle/Text: Wikipedia

 

 

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Erste Version vom 11.04.2001, letzte Aktualisierung am 28.06.2025.