Forum der Grafschaft Glatzer Website
Archiv der Einträge bis 27.01.2010

Dieses Forum gehört zur Internetdarstellung der Grafschaft Glatz




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Name:
Alexander Kirchner (alexander.kirchner.26@t-online.de)
Datum:Do 21 Jan 2010 18:53:38 CET
Betreff:Adresse Dürrkunzendorf
 

Hallo,

Kennt jemand aus Dürrkunzendorf eine Martha und Paul Göbel? Die zwei hatten 6 Kinder!

Kennt jemand vielleicht die damalige Adresse bis 1945?

Ich möchte in diesen Jahr Dürrkunzendorf einmal besuchen und vielleicht gerne mal vor diesen Haus stehen wo meine Großeltern gewohnt haben.

Viele Grüße,
Alexander Kirchner

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Di 19 Jan 2010 18:15:17 CET
Betreff:Wttigsymposium
 

Liebe Freunde des Wittigsymposiums,

auch dieses Jahr wird es wieder ein Wittigsymposium geben. Gestern 19.1.hat die Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes getagt und ist hinterher meiner Einladung zu weiterer Planung gefolgt.
Themen und Referenten werden noch gesucht, danach wird ein Termin festgelegt.

Info
Horst Ulbrich

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Di 19 Jan 2010 18:08:53 CET
Betreff:DFK Glatz
 

Liebe Freunde des DFK Glatz,

am 13.1.2010 ist unsere Vorstandsvorsitzende Frau Anna Fuhrmann gestorben und wir haben sie am Samstag den 16.1.2010 auf ihrem letzten Weg begleitet.

Auch ihr ältester Stiefsohn, sie hatte keine eigenen Kinder, hat an ihrem Grab gesprochen. Er hat sich noch einmal für die liebevolle Führung der Familie und Erziehung der Kinder in schweren Zeiten bedankt.

Sie war eine der wenigen Deutschen, die nach dem Krieg nicht vertrieben wurden, sondern in ihrer Heimat verbleiben durften. Sie hat hier ihren Ehemann kennen gelernt, einen Witwer mit vier Kindern, denen sie eine liebevolle Mutter war. Ihr Mann ist schon viele Jahre vor ihr verstorben und auch als die Kinder erwachsen waren ist sie der Heimat treu geblieben, obwohl sie später ausreisen konnte, wo es ihr wirtschaftlich besser gegangen wäre.
Nach der Wende, als Deutsche in ihrer angestammten Heimat wieder Vereine gründen konnten, war sie 1993 Gründungsmitglied des Deutschen Freundschaftskreises in Glatz.

Bis zu ihrem Tod war sie unsere Vorstandsvorsitzende und hat sich aufopfernd die vielen Jahre für uns eingesetzt. Wir trauern um eine Frau, die durch ihren unermüdlichen Einsatz immer Beispielgebend für andere war und sich zur Aussöhnung zwischen den Völkern eingesetzt hat.

Wir verneigen uns und sagen ein letztes Mal mit unserem schlesischen Gruß

Vergelts Gott

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:So 10 Jan 2010 14:53:38 CET
Betreff:Neues aus Schlesien
 

Da haben wir doch in Schlesien lange auf den Schnee gewartet und immer sehnsüchtig in der Tagesschau den Schnee in Deutschland bewundert.
Jetzt haben wir den Salat.
Seit gestern schneit es ununterbrochen und auch im Flachland sind es noch 50 cm. Neuschnee. Aus den Nachrichten: 214 000 Haushalte in Polen ohne Strom. Der Straßendienst schafft es auch hier nicht, die Nebenstraßen und Gehwege zu räumen. Bei uns in Schwenz am Berg nach Schlegel war über 3 Stunden Stillstand, weil wieder ein LKW quer stand und auch den Gegenverkehr blockierte.
Aber endlich passt das Wetter zum schlesischen Winter. Bei uns zum Glück kein Stromausfall. Das ist auf dem Land besonders schlimm, da auch die Pumpen für die Brunnen ausfallen und 25 Pferde bei uns wollen trinken. Ich habe heute stundenlang mit dem Trecker Hof und Einfahrt für die Reiter geräumt, damit się zu ihren Pferden kommen und auch die Nachbarn befreit, damit sie mit dem PKW die geräumte Straße erreichen können. Langsam habe ich auch Angst um die Standfestigkeit des Hallendaches und wir werden ab Montag einige Tonnen Schneelast entfernen.

Nun zu den Neuigkeiten:
Wie schon im Bericht zur Weihnachtsfeier des DFK Glatz geschrieben, wird der Vorstand in diesem Jahr den DFK Glatz aus Altersgründen auflösen, was seit langer Zeit zu erwarten war. Es gibt eventuell Hoffnung einen deutsch polnischen Freundschaftskreis neu zu gründen, da bei der Nachfolgegeneration der Deutschen versäumt wurde, die deutsche Sprache hier weiter zu fördern. Daher sprechen deren Kinder schlecht oder nicht mehr Deutsch. Bei einem Treffen der Interessierten auf dem Reiterhof Ulbrich wird sich im Frühjahr entscheiden, wer noch bereit ist Verantwortung zu übernehmen.
Die Opelwerke in Polen haben sehr von der deutschen Abwrackprämie profitiert und hatten sich daher auch damals geweigert mit Millionen den Gesamtkonzern zu unterstützen. VW in Polkowice beteiligt die Belegschaft am Gesamtgewinn und sichert sich dadurch weiterhin ihre Facharbeiter, die seit vielen Jahren ins Ausland abwandern. Allein 15% der in Polen gebauten Autos wurden nach Deutschland exportiert. Überhaupt ist Polen in der gesamten EU das einzige Land in der Krise, das
in 2009 trotzdem einen Zuwachs zu verzeichnen hatte. Der Binnenmarkt ist intakt, allerdings ist festzustellen, daß die Polen weiterhin viel auf Kredit kaufen und die Finanzierungsangebote wie bei den Kaufhäusern in Deutschland mit teilweise 0 % gibt es hier nicht. Da sind die Kunden in Deutschland trotz der Angebote wegen der Krise doch vorsichtiger geworden.
Nun wartet man in Deutschland auf den Aufschwung, aber auch die Steuererleichterungen sind Kreditfinanziert und eine weitere Belastung der nächsten Generation. Laut den Aussagen vom Wirtschaftsgipfel in Kreisau benötigt Deutschland einen Zuwachs von 4,5% zur Finanzierung. Die Prognosen sind aber weit darunter. Island ist pleite, Griechenland fast und hat gegenüber der EU auch noch falsche Angaben zur Konjunktur gemacht, Lettland wird nur mit Krediten der EU über Wasser gehalten. Japan erreicht Ende 2009 wohl eine Staatsverschuldung die 216% der Wirtschaftsleistung entspricht. Auch Spanien laufen die Schulden aus dem Ruder und hat in den letzten 2 Jahren 200 Milliarden Euro weitere Schulden gemacht.

Nur ein kleiner Ausflug in die Weltwirtschaft, wer da von Aufschwung und Ende der Krise schreibt, na ja, ich will mich dazu nicht äußern. Aber ein führendes Mitglied der Deutschen Bank, Namen darf ich hier nicht nennen, hat in kleinem Kreis gesagt:::: wenn drei Länder im EU Raum insolvent werden, dann Gnade uns Gott. Die heutigen Jahre staatlich finanzierter Stabilität sind nur die Ruhe vor dem Sturm.
Aber kommen wir zurück nach Schlesien.
Da gab es vor Tagen einen Bericht im ZDF über „Waldenburg das Armenhaus Polens”
und das stimmt auch. Nun hat man gezeigt, wie die armen Menschen illegale Tunnel graben um an Kohle zu kommen. Aber das trifft natürlich nicht auf die Gesamtbevölkerung zu. Allerdings hat die örtliche Politik versäumt, alle Vorteile der Sonderwirtschaftszonen umzusetzen um ausländische Industrie anzusiedeln und das führt zwangsläufig zu hoher Arbeitslosigkeit und da es in Polen kein Sozialsystem wie in Deutschland gibt , leiden viele Menschen unter den sozialen Umständen.
Auch in Schlegel gab es zunächst Rückschläge, da viel Geld in die Infrastruktur investiert wurde, dann Firmen trotz vertraglicher Zusicherung nicht gebaut haben. Heute ist die Region über den Berg und der Industriepark entwickelt sich prächtig. Im nächsten Monat eröffnen zwei weitere Kaufhäuser in Schlegel, da wird die Konkurrenz für die zwei bestehenden größer, was den Kunden freut. Allein drei Baumärkte gibt es nun mit dem am großen Kaufhaus im Zentrum.

Passend zum Winter hat das Skigebiet am schwarzen Berg seine Kapazität ausgebaut und es stehen den Touristen nun 2 Sessellifte mit Sitzreihen für je 4 Personen zur Verfügung. So können bis zu 2400 Personen je Stunde befördert werden. Aber auch Zieleniez / Grunwald soll weiter ausgebaut werden. Allerdings erwartet man auch in Polen, wegen der Krise in der EU für das Gesamtjahr einen Rückgang der Touristenzahlen.
Der Zloty pendelt immer noch um die 4 zu 1 Euro und daher ist es noch interessant hier Urlaub zu machen, nicht nur wegen der schönen Landschaft. Auch wir haben uns darauf eingestellt und das Ferienhaus in 2 Wohneinheiten geteilt um mehr Gäste betreuen zu können. In der Sommersaison werden nun auch die 10 angeschafften Boote auf der Steine und am Badesee Mölten zum Einsatz kommen.
Ende Januar tagt wieder der Pastoralrat in Günne. Auch aus Polen reisen Personen aus Politik und Kirche an. Ich werde dort wieder Neues aus Schlesien berichten und erhoffe mir fruchtbare Diskussionen zum Thema DFK Glatz und Museum Wittighaus.
Später hier eine Zusammenfassung der Tagung von mir, aber vielleicht auch vom Leiter der Tagung. Schauen wir mal.

Grüße aus Schlesien
Horst Ulbrich

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Name:
Peter (thach.sinh@yahoo.de)
Datum:Fr 08 Jan 2010 22:27:09 CET
Betreff:Wahrverschieta
 

Was heißt denn bitte "Wahrverschieta"!?

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Name:
katrin hilmes (katrin.hilmes@web.de)
Datum:So 03 Jan 2010 12:29:48 CET
Betreff:SUCHE
 

Schönen guten Tage ich benötige dringend Hilfe bei der suche nach Bildern aus NEURODE. Mein Großvater wurde dort 1930 geboren und wird im Januar 80 Jahre alt. Ich als Enkelin möchter ihm eine Freude machen und ein Album mit Bildern und Berichten erstellen, weil er doch viel Heimweh hat. Wie komme ich an Bilder mein Drucker ist nämlich nicht der beste!!!!!
Vielen lieben Dank Katrin Hilmes

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Name:
Horst Feistel (HorstFeistel@web.de)
Datum:So 03 Jan 2010 11:24:51 CET
Betreff:Glückwünsche u. Gruesse
 

Lieber Herr Ulbrich,
Ihnen und Ihrer Familie wuenschen wir ein erfolgreiches, gesundes und glueckliches "Neues Jahr!".
Auf diesem Wege sagen wir Ihnen auch unser herzliches Dankeschoen fuer Ihre Informationen aus unserer Heimat auf dieser INFO-Seite.
Wir freuen uns schon auf Ihren naechsten Beitrag. FRAGE: Wird an dem Seilbahnprojekt in Glatz weiter gearbeitet, oder war es ein "Aprilscherz"?
Es gruessen Sie recht herzlich,
Hannelore u. Horst Feistel

 
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Name:
arnost schulz (arnost-2@t-online.de)
Datum:Fr 25 Dez 2009 18:24:02 CET
Betreff:wünsche
 

frohe weihnachten und ein gesundes erfolgreiches neues jahr 2010 wünscht allen altheidern arnost schulz(bis 1956 wohnhaft pankratzschleife.)

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Name:
Frank Haberkamp (F.Haberkamp@web.de)
Datum:So 20 Dez 2009 21:15:49 CET
Betreff:Habelschwerdt - Jda Jaschke geb. Nitsche
 

Hallo,

ich suche Informationen zu Jda Jaschke geb Nitsche.
Ihre Tochter hieß Maria (Meine Urgroßoma) war katholisch und ist am
13.06.1874 in Nieder Raumnitz geboren.
Jda Jaschke wohnte zumindest bis oder um den 14.01.1901 in Habelschwerdt. Mehr Informationen habe ich leider nicht.
Bin über jeden noch so kleinen Hinweis dankbar!

Einen noch schönen 4. Advent, wünscht

Frank

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Di 15 Dez 2009 10:32:45 CET
Betreff:Weihnachten
 

Liebe Leser dieser Seite,

ein frohes Weihnachtsfest und ein gsundes Neues Jahr

wünscht aus Schlesien

Horst Ulbrich

Persönlich wünsche ich mir ein wenig mehr Beteiligung auf dieser Seite. Aber auch in einer Zeit, da es nichts mehr zu schenken gibt, weil die Meisten unserer Freunde alles haben was man so benötigt,
da wünsche ich von Herzen Zufriedenheit, etwas Ruhe und Besinnlichkeit um die Weihnachtszeit. Einen Anruf von Freunden, die man fast schon vergessen hatte, obwohl man mit Ihnen eine lange Strecke des Lebensweges gegangen ist. Das Glück zu empfinden, einem Menschen zum Fest eine Freude zu machen, den das Leben härter getroffen hat, dem es durch Krankheit oder Schicksalsschlag nicht so gut geht. Es gibt sie, ganz in Deiner Nähe. Man muß bei unserem täglichen Streß nur einmal abschalten und hinschauen.
Horst

 
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Name:
Günter schramm (carola_schramm@web.de)
Datum:Mo 14 Dez 2009 14:21:26 CET
Betreff:Gebet oder Fürbitte von Heimatvertriebenen an den hl. Josef ?
 

Wer kennt das Gebet mit dem Anfang: Guter heil'ger Zimmermann,zeig uns bald ein Häuslein an,führ uns schnell den Weg dahin,sind auch kleine Kammern drin.Setz ein Bäumlein vor die Tür,daß die Vögel hören wir, und ein Gärtlein zu dem Haus,wo wir gehen ein und aus.................Über eine Auskunft würde ich mich freuen,vielen Dank Günter Schramm, Fichtestr.12, 75045 Walzbachtal, Tel. 07203/7406

 
 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Sa 12 Dez 2009 10:48:52 CET
Betreff:Weihnachtsfeier DFK Glatz
 

Weihnachtsfeier des DFK Glatz am 11.12. 2009

Es trafen sich am 11.12. die Mitglieder des DFK Glatz zur Weihnachtsfeier. Schon traditionsgemäß gab es wegen der teilweise langen Anreise zunächst ein deftiges Mittagessen. Frau Weinhold vom Vorstand begrüßte die Teilnehmer, übermittelte die Grüße der Vorstandsvorsitzenden Anna Fuhrmann, die leider nicht teilnehmen konnte und bedankte sich bei den Spendern, die, den wieder 44 Teilnehmern die Feier ermöglichten. Sie berichtete, das aus Altersgründen und der Krankheit von Frau Fuhrmann der DFK Glatz, wie schon mehrfach angekündigt mit der Weihnachtsfeier 2010 die Pforte schließt.
Sie übergab dann das Wort an das DFK Mitglied Horst Ulbrich, der die Gemüter beruhigte und mit einigen Helfern auf privater Basis in Schwenz weitermachen will.
Allerdings wird das DFK Büro und der Treffpunkt im Hinterhof zweier Fleischbetriebe aufgelöst und nach neuen Lokalitäten gesucht, die auch für Fremde zu finden sind.
Er wies darauf hin, dass immer mehr Deutsche in die Heimat ziehen und wenn die deutsche Jugend, nach dem Debakel des letzten Treffens im Kloster noch einmal zu begeistern ist, könnten unter anderen Voraussetzungen die Treffen der Deutschen weitergeführt werden. Es wird im Frühjahr 2010 eine Gründungsveranstaltung geben und es wird sich zeigen, wer bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Ein Faschingsnachmittag am 12. 2. 2010 und im Sommer ein Grillfest auf dem Reiterhof Ulbrich sind fest geplant.
Horst Ulbrich berichtete weiter über seine private Schlesienhilfe für bedürftige Deutsche in der Heimat, die bis 800,- Zloty = 200,- € Rente und damit Schwierigkeiten haben, dringende Medikamente und Winterkohle zu kaufen. An die 14 anwesenden Bedürftigen wurden je 200,- Zloty gegen Quittung ausgegeben um die Not wenigstens zu Weihnachten etwas zu lindern. Kranke die nicht teilnehmen konnten werden besucht. Wer in Not ist bekommt die Medikamentenrechnung über das ganze Jahr erstattet, soweit die Finanzen reichen. Neben anderen Hilfsmitteln konnte er auch ein elektrisches Pflegebett anschaffen, das dringend benötigt wurde.
Den Spendern, die auf das Konto Schlesienhilfe in Deutschland gespendet haben herzlichen Dank, auch für das Vertrauen. Kasse und Spendenkonto wurde turnusgemäß vom Vorstandsmitglied Frau Weinhold geprüft und für korrekt befunden.
Nach der langen Aussprache gab es Kaffe und Kuchen. Herr Ulbrich las aus dem Brief von Pater Arndt zwei Gedichte zur Weihnachtszeit vor. Frau Ulbrich hatte für alle deutsche Weihnachtslieder kopiert und so wurde danach kräftig gesungen. Interessant war, das einige Polen aus der Bar nebenan den deutschen Text gut mitsingen konnten.
Da viele der älteren Mitglieder nur noch zu der jährlichen Weihnachtsfeier kommen, gab es wieder viel zu erzählen. Wegen der Entfernungen von Habelschwert bis Kudowa, trennten sich mit Wehmut die Mitglieder des DFK gegen 16 Uhr, um noch ihre Busverbindung zu erreichen.

Es war wie immerein gelungenes Fest in der Weihnachtszeit

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Di 24 Nov 2009 11:19:53 CET
Betreff:Forum in Kreisau
 

Zusammenfassung zum deutsch, polnischen Forum für
Wirtschaft und Politik vom 12. bis 14.11.2009 in Kreisau.
Zunächst gab es eine Veranstaltung in der Friedenskirche in Schweidnitz mit dem polnischen Alterspräsident Mazowiecki, der immer wieder betonte, er sei betroffen, das sein Freund Helmut Kohl aus Deutschland so erkrankt sei und nicht mit dabei sein kann.
Die Friedensmesse zelebriert von Erzbischof Nossol und mit ca 600 Teilnehmern war dann schon in Kreisau in einem sehr großen, beheizten Zelt. Aber vorher wurde noch mit dem Bischof und anderer Würdenträger eine Gedenktafel
„20 Jahre Versöhnungsmesse“ am Eingangstor enthüllt und geweiht.

Zur Eröffnung wurde ein Grußwort des Präsidenten der Republik Polens verlesen. Es folgten Ansprachen zur Eröffnung vom:
Ministerpräsiden des Freistaates Sachsen Herrn Tillich
Ministerpräsidenten Niedersachsens Herrn Wulff
Rektor der technischen Hochschule Breslau Prof. Wieckowski
und dem Oberbürgermeister der Stadt Breslau Herrn Dutkiewicz

Über der Bühne stand in großen Lettern:
Niederschlesien – Land der deutsch – polnischen Versöhnung.
.
In der Podiumsdiskussion : Die Europäische Wirtschaft und globale Herausforderungen, zog die polnische Vizeministerin Frau Lobodzinska ein absolut positives Resümee. Polen war in der Wirtschaftskrise das einzigste Land mit 4 % Wirtschaftswachstum. Polen habe sich allen Ländern für Investitionen geöffnet und das größte Wachstum in der gesamten EU erzielt. Man habe sich aber auch in die Abhängigkeit ausländischer Investoren begeben. Dadurch sei das Binnenwirtschaftswachstum rapide gestiegen und Polen sei damit der attraktivste Wirtschaftsstandpunkt der EU. Eine Umfrage der ausländischen Unternehmen besagten Zufriedenheit ihrer Investitionen.
Der steigende Energiebedarf werfe allerdings Probleme auf. 90 % der Energie werden aus Kohle
produziert. Die CO 2 Emissionen müssen weniger werden.
Bodo Schwarz, Generaldirektor BNMW betonte mehr den Europäischen Zusammenhang und sagte: Wir sitzen bei der Krise in einem Boot und diese ist einmalig. Zu seinem Unternehmen erklärte er Zufriedenheit mit gut ausgebildeten Facharbeitern, obwohl auch da langsam ein Mangel besteht. Er betonte aber auch die gute Wirtschaftslage Polens zentral in Europa.
Krzysztof Piettraszkiewicz, Präsident der polnischen Banken sprach über die neuen Globalplayer, die es seit Beginn der EU gibt. Er habe den Eindruck, es sei den Politikern ganz recht, jegliche Krise auf die Banken zu beziehen. Aber die Gesamtentwicklung durch neue Gesetzgebungsvorhaben zu beeinflussen ist ein langwieriger und schwerer Weg in den nächsten Jahren. Aus Kreisau sollte wieder eine Botschaft ausgehen, zu den Erfahrungswerten zurück zu kehren. Die Wirtschaft bemängelt unsinnige Gesetze der EU, Wirtschaft und Politik behindern sich gegenseitig.
Ryszard Petru, BRE Bank :
Nur durch die Stärke des Euro ist die Krise nicht noch größer geworden. Am Start gab es große Bedenken wegen der Stärke des Dollars. Heute bei einem Kurs von 1 Euro / 1,5 Dollar hat sich die EU in der Krise gut bewährt. Sie sei nicht vorüber, aber die Aussichten sind besser als in den USA. Für eine abschließende Bewertung sei es noch zu früh, welches Rezept besser gewesen sei. Das der USA oder Europas. Undurchsichtig bleiben die chinesischen Investitionen in Polen und keiner wisse wie hoch sie sind. Die chinesische Währung ist nicht frei gegeben und wird extra schwach gehalten, wodurch die Waren billig sind, aber das könne bei dem Wachstum des chinesischen Marktes langfristig kaum so bleiben. Allgemein wurde bemängelt, das zu wenig Kredite gerade den kleinen und mittlern Betrieben zur Verfügung stehen. Das ist zwar ein globales Problem, bei gutgesicherten Projekten ist diese Verfahrensweise aber nicht nach zu vollziehen. Seit dem Bruch der Leeman Brother Bank wurde aus den Schwellenländern das Kapital abgezogen, was auch in Polen zum Verfall der Währung geführt hatte. Der Wechselkurs von 1 € zu 1,5 Dollar sei schlecht für den Export. Aber der Euro ist eine junge Währung und dessen Reserven werden in aller Welt größer. Er prognostizierte den Euro in 20 Jahren als die Weltwährung, wie heute noch der Dollar sei. 40 % sind die ausländischen Investitionen im ersten Halbjahr 2009 in Polen zurückgegangen. Nur Schade, dass man den Wechselkurs nicht habe voraussehen können, denn die Auswirkungen sind enorm. Als Beispiel wurde die Slowakei genannt, die den Euro hat. Slowaken kaufen nun billig in Polen ein aber die polnischen Skifahrer fehlen wegen Überteuerung für sie nun dort.
Polen hatte 16% mehr Kredite als Deposite und hat heute immer noch ein zu hohes Kreditvolumen.. Ohne Neuregelungen steuert man irgendwann auf eine neue Wirtschaftskrise zu. Manchmal braucht es Krisen um einiges zu verstehen.
Bodo Schwarz, Generaldirektor vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft sah das Problem nicht ganz so drastisch und bemerkte:
Wir haben eine Finanz – und Wirtschaftskrise und das ist einmalig. Aber die Frage sei erlaubt, warum zocken die Banken denn heute schon wieder? Staatliche Hilfe der Hypo Realbank betrug 100 Milliarden die davon einen Großteil in Forint Gelder angelegt haben, weil dort 6% Gewinn zu erwirtschaften sind. Das sind die Kredite, die nicht an die Wirtschaft weitergegeben werden konnten. Solange Oligale nicht zerschlagen werden, haben wir diese Situation und Konzerne machen ihre eigenen Regeln. Daher ist eine Änderung der Situation nicht zu erwaten. Der Hebel müsse in Brüssel angesetzt werden, auch um nationale Veränderungen zu erzielen. In der Vereinigung der Unternehmerverbände in der EU fehle immer noch ein polnischer Vertreter. Das würde auch die Situation der polnischen Unternehmen stärken, obwohl die derzeitige zufriedenstellend sei.
Herr Pietraszkiewicz, Präsident der pol.Banken:
Alle müssen aus der Krise lernen und nicht alles auf eine Karte setzen. Bankkredite gibt es hauptsächlich für Unternehmen, die bei ihren Geschäften auch die Währungsschwankungen langfristig mit bewerten.
Allein in Niederschlesien gibt es mehr als 100 große, deutsche Unternehmen, neben all den europäischen und aus der Welt.
Am Freitag wurde der deutsch / polnische Wirtschaftspreis an den deutschen Herrn Preußner, Vorstand der PCC AG, vom Witschaftsminister der Republik Polen und dem polnischen Botschafter verliehen.
Herr Preußner war schon 1984 als Repräsentant des Unternehmens für Cemie, Energie und Logistik nach Polen gekommen und in 150 Niederlassungen arbeiten heute mehrere 1000 Mitarbeiter. Der Umsatz des Unternehmens war in 2008 930 Millionen € und bis dahin war ein 15 faches Wachstum zu verzeichnen.
Den Niederschlesischen Wirtschaftspreis erhielt die Bank PKO Polski.
Bei der Diskussion Energie und Effizienz ging es hoch her, denn die Aussagen bis 2020 sind nur scher zu realisieren.
Frau Lobodzinska Witschaftsvizeminister gab folgende Zahlen bekannt.
Bis 2020 soll die alternative Energie 20 % betragen
Bis 2020 sollen die Emissionen um 20 % reduziert werden.
Bis 2020 soll die Effizienz um 20 % gesteigert werden.
Niederschlesien hat das Problem bei der Anpassung zum EU Klimapaket. Am 10. November wurde ein Gesetzt als Paketlösung verabschiedet um eine Zuordnung mit festen Daten zu haben. Polen hat insgesamt zu hohe Emissionen durch Braun – und Steinkohle zur Gewinnung elektrischer Energie. Es gibt kaum Pilotprojekte für Wind – oder Solarenergie. Auch die Energiesicherheit muss neu definiert werden.
Herr M. Reichel, Präsident Dreberis GmbH, wies darauf hin, dass Windenergie in Polen teurer als in Deutschland sei, aber unbedingt gefördert werden müsse, obwohl die Kohle weiterhin die dominierende Rolle spielen wird. Die Netzwerkstrukturen sind viel zu anfällig und es gibt immer wieder Ausfälle bei Wind und Schnee. Er prognostizierte einen 50 % erhöhten Endverbrauch für 2020, verbunden mit der Frage, wie soll das realisiert werden? Von Breslau spricht man von einem Wirtschaftstiger, aber ohne entsprechende Energie wird das ein zahnloser Tiger sein. Es sei 5 vor 12 und Breslau stand schon an der Grenze zu einem Blackout. Ein Problem ist dabei auch der Bevölkerungszuwachs.
Die Wärmewirtschaft, vornehmlich Fernwärme, ist zu 40 % in privater Hand und funktioniert problemlos. Die kommunale Wärmewirtschaft ist veraltet und anfällig. Wenn ganz Niederschlesien weiterhin an einer großen Zuleitung zur Stromversorgung hängt, muss es zwangsläufig einmal zu einem Blackout kommen. Allein 30 Milliarden Sloty sind bis 2030 erforderlich um die Leitungsnetze auf einen gut funktionierenden Stand zu bringen.
Die Steigerung der Energieerzeugung soll 2000 MW jedes Jahr betragen. Im privaten Bereich verbraucht eine durchschnittliche Familie in Polen jährlich nur 2 KW, eine Familie in Europa 5,6 KW.
Die Fachleute auf dem Podium wurden aus dem Publikum gerügt nur Fakten aufzutischen und keine besseren Vorschläge zu haben.
Zum Thema Inovative Wirtschaft sprach Herr Jun Myeon Seony vom Phillips Konzern, die in ein neues Werk bei Breslau, trotz Krise, oder gerade deshalb 45 Mill. Euro in 2008 investiert haben. Der Präsident der schlesische Ind.- und Handelskammer bemängelte die Zusammenarbeit der Industrie mit den Hochschulen. Die Industrie glaube, die ausländische Technologie sei besser, aber das stimme nicht immer und das solle man testen. Die Krise begünstigt Inovationen, denn man versucht mit den vorhandenen Ressoursen zu forschen und sic auf das Machbare zu konzentrieren. Bei der Verteilung der Forschungsgelder haben wir das Problem, das manche Forschungen überaltert sind und nicht gebraucht werden. Aber auch einige Professoren wollen keine Veränderung und ringen um ihre Joberhaltung.
Es wurde auch gesagt, das in diesem Jahr, trotz der Krise, ja oder gerade deshalb sich kleinere Firmen weiterentwickelt haben. Das ist Innovation, ohne lange zu philosophieren. Aber es ist auch mal Zeit abzuwarten. Ein Manager große Konzerne hat max. 4 Jahre Zeit Erfolge zu präsentieren, schon wegen irgendwelcher Bonuszahlungen. Also setzt er mehr auf Risiko. In der Forschung sollte in Polen ein Generationswechsel stattfinden. Bei den Alten habe man seit dem Fall des Kommunismus den Eindruck wie bei einem Hund, dem man den Maulkorb abnimmt, er mit der Situation aber nicht zurecht kommt. Das System der Hochschulen sei zu schwerfällig die Guten gehen ins Ausland, gleiches wie bei den Facharbeitern! Der Industriepark in Warschau funktioniert nicht gut. In Breslau kommt man durch Flexibilität zum Erfolg, trotz viel weniger Mittel.
Das wurde von einem älteren Professor der Hochschule Warschau gesagt und es gab viel Applaus für die ehrliche Aussage.
Es wurden auch mehrere Arbeitsgruppen angeboten. Ich hatte mich noch einmal für die Gruppe Energie entschieden und dort mit meinen Fragen etwas Verwirrung geschaffen, denn auf meine Frage zur Entwicklung der C4 Pflanze als Bioenergieträger wich man auf andere Alternativen wie Stroh und Korn aus. War also gar nicht bekannt, obwohl ein Bekannter von mir schon im Sudan und in Europa ein Versuchsfeld angelegt hat. Die Verhandlungen, die Pflanzen großflächig in Polen anzubauen sind angeblich vor ca 10 Jahren an der Öllobby gescheitert. Erst nach dem Ende kam der Repräsentant des anwesenden Energiekonzerns beim Kaffe zu mir, um sich erkundigen. Ich werde ihm also einen Teil meiner Unterlagen schicken, denn die Behauptung des beteiligten Forschungslabors war, man könne die Energieprobleme damit in Europa lösen, wenn alle nicht benötigten Flächen dafür genutzt würden. Vielleicht zu utopisch, aber man sollte sich doch eingehender damit befassen. Die Kessel der Kohlekraftwerke in Polen sind im Durchschnitt 30 Jahre alt und damit veraltert und anfällig. Da, wie geschrieben 95 % der elektrischen Energie aus Kohle gewonnen wird, kommt auf Polen, wegen der EU Emissionsgesetze ein riesiges Problem zu. Man hatte wohl auch auch an den Bau von Atomkraftwerken gedacht, was aber allein bei einer Bauzeit von 10 Jahren und gleichzeitig steigendem Energiebedarf zu spät ist. Nun werden Versuche unternommen, CO2 unterirdisch zu lagern, wobei aber erst das Grundwasserproblem gelöst werden muss.
Das Forum war hochkarätig besetzt und nahm die Menschen, bei nur kurzen Pausen die ganzen Tage von morgens 9 Uhr bis 20 Uhr abends in Anspruch. Danach wurde dann aber etwas Kurzweil geboten. Eine tolle Theatergruppe bestehend aus 5 Nationen, wie auch am Donnerstagabend eine Jugendband, ließen den Tag ausklingen. Freitagabend gab es dann professionelle Tanzmusik, bei sehr guter Bewirtung.
Samstag war allerdings zum Thema Initiativen gegen die Krise dann weniger Beteiligung. Unser deutscher Ministerpräsident Stanislaw Tillich vom Freistaat Sachsen machte auch keine gute Figur. Er war leider nicht gut vorbereitet und wollte seinen Vortrag unbedingt in Englisch halten. Er betonte, das er mit seiner amerikanischen Frau zu Hause nur Englisch spricht, was uns aber nicht weitergeholfen hat. Ich hatte ihn zweimal gebeten doch deutsch zu sprechen, weil die beiden Dolmetscher in der Kabine nur auf die Übersetzungen in Deutsch und Polnisch vorbereitet seien.
Er hat dann auch nicht das Ende der Diskussionen abgewartet und ist frühzeitig gegangen. Das hat natürlich anschließenden zu weiteren Diskussionen geführt. Da war auf polnischer Seite mehr Pietät zu sehen. Zum Schluss noch die Aussage eines Ministers aus Warschau bei der Energiediskussion am Freitag, bei der es bekanntlich hoch herging. Er sagte, die polnischen Politiker sind sehr engagiert, bis sie in Warschau ihr Büro bezogen haben. Danach scheinen Sie einem Teil ihres Gehirns verlustig zu werden. Ob das in Deutschland auch so ist entzieht sich meiner Kenntnis.

Es grüßt Euch

Horst Ulbrich

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Mo 23 Nov 2009 09:48:40 CET
Betreff:Schönes Glatz
 

Unsere Stadt soll schöner werden!

Liebe Freunde, ja unter diesem Motto könnte man die vielen Bauareiten, Umleitungen und Staus in Glatz / Kodzko besser ertragen. Wer in Richtung Neurode wohnt kann getrost das Autowaschen lassen. Denn einmal nach Glatz und der Schlamm ist auf den Autos, obwohl 2 Putzmaschinen pausenlos fahren und Arbeiter bei der Baustellenausfahrt und an der Kreuzung mit Wasser spritzen.Täglich über 100 LKW fahren den Aushub von der Zentrumserweiterung am Einkaufzentrum ab und verfüllen damit die alte Müllhalde, die geschlossen wird.
Am Zentrum entsteht nun das neue Kino, Mc. Donalds und ein Elektromarkt, wahrscheinlich Saturn. Ein großes Kaufhaus, Baumarkt und viele kleinere Geschäfte wie Rossmann Drogerie, Schuhmärkte wie Bata, DCC und so weiter sind seit 6 Monaten eröffnet, weitere Anbauten sind geplant. Aber der Sloty schein dort zu rollen. Die Innenstadt bereitet sich auf Weihnachten vor, die ersten Girlanden hängen, die Vorbereitungen für die Eisbahn am Rathaus laufen. Auch viele Häuser in der Innenstadt werden renoviert, der Brücktorberg erstrahlt bald in neuem Glanz, war aber auch 3 Monate gesperrt, weil neben der Restaurierung der Denkmäler auch neue Rohre und Pflaster verlegt wurden.

Wenn doch nur das Verkehrsproblem schon gelöst wäre. Da besteht noch viel Nachholbedarf.

Grüße aus der Heimat

Horst

Schön, wenn man zur Info aus der Glatzer Heimat auch Bilder zeigen könnte.

 
 
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Name:
Astrid Denise Glatzel (black_yam@go4more.de)
Datum:Mi 18 Nov 2009 17:53:52 CET
Betreff:Ahnenforschung Familie Glatzel
 

Hallo,
ich bin seit einigen Jahren auf der Suche nach meinen Ahnen. Auf meiner direkten Namenslinie - Familie Glatzel - komme ich jedoch seit geraumer Zeit nicht mehr weiter. Vielleicht hat jemand mehr Infos zu dieser Linie oder einen guten Tipp, wo ich weiterforschen könnte?
Meine Kenntnisse sehen bisher wie folgt aus und stützen sich auf die Aussagen meines Großvaters:

Johann Glatzel, *27.11.1762, verheiratet mit Hedwig Koschick

Karl Glatzel, Häusler, *28.02.1847, +25.03.1935,
laut Aussage meines Großvaters war er 4x verheiratet,
als Mutter meines Ur-Großvaters ist Franziska Helis, *25.09.1863, +07.04.1918 vermerkt (Familienbuch)

seine Kinder:
Josef, *08.04.1892
Jan, *31.12.1894
Marie, *25.04.1895 in Prefetta
Agnes, *01.04.1896 in Greschla oder verheiratet mit einem Herrn Greschla
Clichy Juluisz, *01.07.1896
Luzie, *12.12.1897 in Wawrenczyce / Lorzendorf, Kreis Breslau
Julie Florentina, *21.05.1899
Maximilian (mein Ur-Großvater), *15.11.1900 in Lentzberg, Kreis Kosel
Augustine, *16.07.1902, +22.12.1976 in Wawrenczyce / Lorzendorf, Kreis Breslau
Paul, *15.01.1904
Mathilde, *30.01.1908, +10.09.1975 in Berlin, verheiratet mit Herrn Schiemann
Maria, *28.10.1911 in Parzenda

Insgesamt sollen es 16 Kinder mit den vier Frauen gewesen sein. Bei den meisten kenne ich das Sterbedatum, aber bei den wenigsten den Geburtsort. Und die Namen der anderen Frauen / Mütter fehlen ebenso...

Wenn jemand weitere Daten hierzu hat und mir zur Verfügung stellt, danke ich schon hier für die Hilfe.
Frohes Weiterforschen und Grüße aus München,
Astrid Denise

 
125


Name:
Torsten Glatzel (torstenglatzel@aol.com)
Datum:Fr 13 Nov 2009 13:01:01 CET
Betreff:Zeitzeugen und Ahnenforschung der Familie Glatzel
 

Hallo,

ich suche dringend Hilfe bei der Ahnenforschung meiner Vorfahren und bin über jeden Hinweis dankbar, den ich bekommen kann.
Wer kennt noch meinen Großvater Richard Glatzel ( Ehefrau Erika Glatzel, geb. Gallus ), die in der Region gelebt haben und weiß zu meinen Vorfahren zu berichten. Aus der Ehe sind zwei 2 Kinder ( Alfred Richard und Brigitte Glatzel ). Wer kann mir helfen ???
Mein Großvater war Offizier der Wehrmacht und für die Fliegerausbildung zuständig, wodurch der Wohnsitz bis 1944 in Wien war.
Danach stürzte er bei einem Angriff auf London mit seiner Maschine über Belgien ab und liegt heute auf dem Soldatenfriedhof in Lommel. Meine Großmutter wurde 1945 aus Opole vertrieben und landete in Thüringen in Erfurt, wo ich heute auch noch wohne.
Ein Großtel der Familie landete in Rheinland-Pfalz, meistens in und um Mannheim, wo auch heute noch viele unserer Ahnenreihe wohnen. Ich bin über jeden Hinweis dankbar. Telefonisch bin ich über 0177-2347113 zu erreichen.

Ich freue mich über wirklich jeden Hinweis

 
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Name:
hotte48 (ewa54@gmx.net)
Datum:Do 22 Okt 2009 00:17:52 CEST
Betreff:Reportage "von Görlitz nach Glatz"
 

Hallo Leute
am 21.10.2009 lief im Deutschen Fernsehen NDR eine interessante Dokumentation, die auch das reizvolle Glatz erwähnte. Am 22.10.2009, um 15:15 Uhr folgte der 2. Teil "von Katowitz nach Breslau. Wer den Sender NDR empfangen kann, sollte sich die Sendung unbedingt ansehen. Beide Teile werden in nächster Zeit auf Phönix oder Eins Plus bzw. Eins extra wiederholt. Den Sendetermin weiß ich allerdings momentan nicht.

Herzliche Grüße
hotte48

 
 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Fr 16 Okt 2009 20:30:07 CEST
Betreff:Ausflug DFK Glatz
 

Bericht vom Ausflug DFK Glatz.

Ja, da hatten wir vom DFK Glatz kurzfristig zum 16.10. unseren Ausflug nach Tschechien geplant, weil doch später das Wetter nicht mehr beständig ist. Aber gerade zu dem Zeitpunkt kam das Polartief über das Riesengebirge auch nach Schlesien und brachte Kälte und Schnee mit sich.

Schon der Start am Kloster Glatz hatte sich verzögert, weil einige mit dem Zubringerbus nicht bis nach Glatz kommen konnten. Einen Tag zuvor war die Strecke nach Kudowa für Stunden voll gesperrt, weil wieder ein LKW noch ohne Winterreifen die gesamte Fahrbahn blockierte.

Wir fuhren dann, ganz unerwatet durch eine wunderschöne Winterlandschaft bis zum Schloss Neustadt an der Metau in Tschechien. Ein wunderschönes Schloss aus dem Jahr 16. Jahrhundert. Eine Komplettrenovierung erfolgte um 1920, Decken und Wandmalereien sind wie neu erhalten. Da dort nicht die Russen, wie in Eckersdorf nach dem Krieg, gewütet haben, sind alle Möbel erhalten geblieben und das Schloss ist mit der Einrichtung eines der Schönsten weit und breit. Nach der Wende hat der Schlossbesitzer es zurückbekommen und bewohnt nun einen Teil seines Schlosses.

Leider war die Führung nur in Tschechisch, aber unsere Friedel, perfekt in Deutsch, Polnisch und Tschechisch konnte alles übersetzen.

Danach fuhren wir zur Hölle. Das ist ein Lokal im Wald, einige Kilometer vom Schloss entfernt, welches wir dank der Fahrkünste unseres Busfahrers auch erreicht haben. Die Laubbäume, die ja noch das volle Laub trugen, hingen von der Schneelast teilweise bis auf die Straße, viele Bäume waren schon abgebrochen.

Mittagessen und Kaffee waren vorbereitet, aber gegen 15 Uhr sind wir doch aufgebrochen um den Rückweg durch den Wald vor der Dunkelheit hinter uns zu bringen.

Auf der Hauptstraße nach Glatz wurde dann auch endlich gesungen und gegen 17 Uhr wurde der Busfahrer mit Applaus verabschiedet, weil er uns trotz widriger Umstände sicher gefahren hat.

Wir verabschiedeten uns bis zur Weihnachtsfeier am 11.12. 2009 im Hotel Snieznik in Glatz.

Horst Ulbrich

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Do 15 Okt 2009 17:00:45 CEST
Betreff:Wirtschaft
 

So liebe Freunde,

schauen wir einmal auf die Wirtschaft in Schlesien und Polen.

In und um Glatz wird nur noch gebaut. Schon vor längerer Zeit hat das Einkaufszentrum an der Bundesstraße Breslau / Kudowa direkt an der Kreuzung Glatz eröffnet und wird nun erweitert wie geplant.
Leider sind keine Bauplanungsschilder wie in Deutschland zu sehen, aber auf ca 1 Hektar Erdaushub vermute ich, dass dort nun das geplante große Kino und Mc. Donalds entsteht.
Und schon ist die weitere Konkurrenz für die Geschäfte in dem Zentrum da. Auf der anderen Seite hat ein Chinesischer Konzern eine große Halle gepachtet und verkauft chinesische Billigware für den Haushalt. Der Parkplatz des neuen Einkaufzentrums ist immer gut gefüllt, also werden die Geschäfte wohl gut laufen, aber die kleinen Geschäfte in der Innenstadt wird das gleiche Schicksal der Schließungen ereilen wie in Deutschland.
Als Zufahrt wurde schon damals ein Kreisel angelegt, nun wird die Straße in das Industriegebiet erweitert und es entstehen weitere zwei Kreisel um dem Verkehrsstau entgegen zu wirken. Allerdings ist Glatz am Freitag immer noch ein einziges verkehrstechnisches Chaos , da der Transitverkehr Breslau Kudowa nach Neiße / Habelchwert immer noch durch die Innenstadt geführt wird. Selbst das kleinere Neurode hat eine brandneue Umgehungsstraße, in Glatz haben die Behörden geschlafen, bzw. zu wenig Geld in den Kassen um die finanzielle Beteiligung für die Baumaßnamen aufzubringen.
Das Industriezentrum in Schlegel wird erweitert und es werden gerade 1.5 Ha. planiert für weitere große Hallen. Durch die steuerlichen Mehreinnahmen konnte auch das Sportzentrum mit Hallenbad neu renoviert werden. Das frühere große Hotel, das keinem heutigen Standart mehr entspricht, wurde zum Sportlerheim und im Restaurant der Sporthalle kann man nun gut du günstig essen. Ein exklusives aber kleines Hotel mit Whirlpool, Sauna und Tagungsräumen ist für Manager und Einkäufer gegenüber der alten Grube entstanden.
Von einer ICE Verbindung für unsere Bahnhöfe sind wir hier in der Provinz ja noch weit entfernt, aber ab 2012 sollen Züge zwischen Katowitz, Krakau, Danzig und Warschau mit 250 Kmh fahren. Entsprechende Angebote von ICE Deutschland und TVG Frankreich wurden eingeholt, die Trasse soll bis dahin fertig sein.
Ob der Straßenbau wirklich so voran geht wie geplant möchte ich bezweifeln, denn bis 2012 zur Europameisterschaft, Austragungsort teilweise Breslau, ist wenig Zeit. Die Gelder aus der EU stehen zur Verfügung. Nun gibt es ein chinesisches Angebot zur Realisierung des Problems und das soll 50% günstiger sein als das der deutschen Firmen.
Die 300 Mill. Euro, die Polen laut Deutscher Vorstellung zur Rettung des Opel Werkes in Gleiwitz zahlen soll wurde aus Warschau vorerst abgelehnt. Die Begründung, die dort produzierten Autos lassen sich hervorragend verkaufen und das Werk laufe profitabel. Persönlich sehe ich da aber bald ein Einlenken, denn wenn die Teilezulieferung aus Deutschland nicht mehr pünktlich kommt, dann produziert man dort auch nicht mehr profitabel.
Breslau hat in der Konkurrenz mit Kairo, Bukarest und Kattowitz den Zuschlag für den Bau des Information und Dienstleistungszentrums erhalten. Der IBM Konzern hat sich wegen der positiven Wirtschaftslage in Polen dazu entschlossen und will dort über 3000 Akademiker einstellen.
Das IBM Buchhaltungszentrum in Krakau beschäftigt schon 1600 Mitarbeiter. In Brüssel wurde bekantgegeben, das Polen mit über 1 % Wachstum des Bruttoinlandprodukts für 2009 das einzige Land in Europa mit einem Zuwachs des BIP sein wird. Trotzdem ist die Inflation noch zu hoch, was den Sloty bei einem heutigen Kurs von fast 4,23 zum Euro für Investoren weiterhin interessant macht. Die Verbraucherpreise sind im September wie berechnet um weitere 3,4 % angezogen.
Die 19. Niederschlesische Autorallay ist am Wochenende um Glatz ausgetragen worden. Gewonnen hat bei schwersten wetterlichen Bedingungen der Franzose Bryan Bouffier. Die Siegerehrung fand am Samstagabend vor dem Rathaus statt.
Der Winter ist zu früh. Hinter uns der Schwenzer Hoberg ist schneebedeckt und der Wald mit Raureif überzuckert. In den höheren Bergen Neuschnee bis 40 cm.

Kritik und Anregung wie immer erwünscht.
Horst Ulbrich

 
 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Do 15 Okt 2009 11:55:31 CEST
Betreff:Heimatstuben
 

ich lese gerade über das Problem mit der Auflösung der Heimatstuben.

Hat man für den Glatzer Raum auch einmal angedacht, zumindest einen Teil im Gottwaldhof beim Derhämtehäusla bei Habelschwert zu deponieren?
In Deutschland wird sich bald niemand mehr dafür interessieren. Hier ist das Interesse für die Zeit vor dem Kommunismus stetig gewachsen. Im Sommer haben wir viele Klassenausflüge zum Denkmal Heinrich Bender. Wir haben mit der Eckersdorfer Heimatgemeinschaft aus diesem Grund dort eine zweite Hinweistafen zu H. Bender und auch der Lorettokapelle aufgestellt. Bei entsprechender Reklame wäre der Gottwaldhof ein lohnendes Ziel für Schulklassen und das finde ich förderungswürdig. Schließlich wollen wir doch Zeichen setzen und Aufklärung der Geschichte hier hinterlassen.

Vielleicht sollte das im entscheidenden Gremium einmal diskutiert werden. Ich werde das mal zur Diskussion auch ins Internet stellen.

Grüße aus Schlesien
Horst

 
 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Mi 14 Okt 2009 14:57:16 CEST
Betreff:Schlesien
 

Liebe Freunde und Leser dieser Interneteite, 2009-10-14

wie schon geschrieben ist Saisonende und bis Weihnachten wenn die Wintersaison losgeht, ist Zeit wieder etwas aus Schlesien zu berichten.
Dazu kommt noch, dass ich bei den letzten Arbeiten am Dach unseres Ferienhauses von der Leiter gefallen bin und mir den Arm ausgekugelt habe.
Nun bin ich für längere Zeit ruhig gestellt, habe aber den betroffenen re. Arm soweit ausgepackt, dass ich am PC schreiben kann.
In Schlesien haben wir den ersten Schnee und es ist um die Null Grad, gefühlt noch kälter durch den Wind.
Über das 3. Kulturfestival der Deutschen in Polen, Festort Jahrhunderthalle Breslau, habe ich berichtet und das gibt Anlass zu weiteren Überlegungen, warum die Schlesische Sache im Glatzer Raum wie ich die Situation bezeichnet hatte, dem Ende entgegen geht.
Erstaunlich dabei ist, das es die Verantwortlichen wohl auch so wollen, denn es ist keine Reaktion zu sehen.

Die lobenswerten Ausnahmen sind unser Großdechant, der in bewundernswerter Weise seine große Glaubensgemeinde in Schlesien mit vielen Besuchen und viel Unterstützung betreut.
Helmut Göbel, der seit vielen Jahren immer für mehrere Monate in der Heimat sein Lebenswerk, die Wiederherstellung von Denkmälern und Bildstöcken in seinem Heimatdorf betreut und selbst unzählige Stunden daran gearbeitet hat.
Prof. Arno Herzig der unermüdlich Vorträge über die schlesische Vergangenheit hier hält und oft von polnischen Organisationen dazu eingeladen wird. Ja, sein Einfluss hat sogar bis in die polnische Schulkonferenz gereicht, damit in Zusammenarbeit mit Prof. Ruchniewicz dort nach der Wende hier, in den schulischen Geschichtsbüchern endlich wahrheitsgemäß berichtet wird.
Natürlich gibt es noch weitere hoch verdiente Schlesienorganisatoren, wie Karl Moszner, Georg Hoffmann und andere, die aber aus gesundheitlichen – oder Altersgründen nicht mehr aktiv sein können. Viele andere die einmal aktiv für Schlesien tätig waren, seien es die Organisatoren der Heimatfahrten, andere, die sich für Städtepartnerschaften und speziell um gute Kontakte zur heutigen Bevölkerung hier verdient gemacht haben, wie Werner Niesel, der leider schon verstorben ist, sind fast von der Bildfläche verschwunden und treten nicht mehr in Erscheinung.
Persönlich bin ich meinem väterlichen Freund Karl Moszner von Herzen Dankbar für seine vielen Besuche bei uns und die Weitergabe von seinen mannigfaltigen Erfahrungen. Der Mann kann auch heute noch, dank seiner hervorragenden Kontakte hier sehr hilfreich sein und wenn die Enteignungsprozedur des Eckersdorfer Schlosses nicht so ewig dauern würde hätten wir mit ihm auch dort noch eine Chance der Rettung. Die Zusammenarbeit mit Georg Hoffmann, in der Betreuung des Wittigmuseums klappt ausgezeichnet.
Aber was ist mit den anderen? Da gibt es einen Glatzer Kreisrat und im Boten war vor Monaten zu lesen, es sei ein neuer Vorsitzender gewählt worden. Aber war der Mann auch schon einmal in Glatz? Wir vom DFK kennen ihn nicht.
Und die Organisatoren der Heimatfahrten, ja da gibt es einige, die ihre Gesellschaft wie eine Hammelherde führen. Eine Reisegesellschaft in Niederschwedeldorf wurde bei meinem Erscheinen, ich war von Helmut Göbel extra dorthin gebeten worden um etwas zu berichten, ja im Gallopp in den Bus gedrängt und ich beiseite geschoben, worüber sich einige Busgäste auch beschwerten und ich sie mit dem PKW dann ins Hotel gefahren habe, weil sie dort nicht weiter bedrängt werden wollten. Sie berichteten mir, das nur Negatives berichtet würde auch der Hinweis: Vorsicht es wird nur gestohlen. Es macht traurig wie hier falsches Wissen verbreitet wird.
Bei einem anderen Treffen, es war in Bad Altheide vor ca 70 Teilnehmern, wohin ich unsere Hausgäste gefahren habe, weil sie dort Bekannte hatten, ja dort griff mich der Redner und Organisator persönlich an, ohne mich überhaupt zu kennen, wohl nur weil ich wieder in Schlesien wohne und mich selbstständig gemacht habe. Leider waren auch einige jüngere, also Nachgeborne dabei, die mir dann sagten......einmal sind wir mitgefahren, aber nie wieder.
Ein anderes Mal wurde der DFK zu einem gemütlichen Abend in ein Hotel eingeladen und die beiden Damen vom DFK hatten mich gebeten zu fahren. Dort wurden wir alle an verschiedene Tische verteilt. Ich kam zu zwei Ehepaaren und sollte nun berichten, wie unterdrückt die Deutschen hier würden und ich täte ihnen ja so leid. Nach meinem Bericht und das bei uns an der Reithalle die deutsche Fahre seit Jahren hinge, nur ungläubige Blicke und die Herrschaften meinen wohl bis heute, ich sei ein großer Spinner. Leider gab mir der Organisator auch keine Gelegenheit einmal zu der ganzen Gesellschaft zu sprechen, meine Einladung zur Hofbesichtigung bei uns ist man auch nicht nachgekommen.

Das soll um Gottes Willen nicht der durchgängige Trend sein, denn es gibt zum Glück unsere guten Beziehungen zur Eckersdorfer Heimatgemeinschaft, den Niedersteinern und einigen anderen.
Aber die Erfahrungen machten mich schon stutzig und Herscharen von Heimaturlaubern die diesen Informationen ausgesetzt waren haben natürlich ein gespanntes Verhältnis zum heutigen Schlesien und werden das an ihre Kinder, wenn sie nicht auch schon Teilnehmer waren, weitergeben.
Die gut informierten Heimaturlauber waren schon immer die Privatfahrer, die flexibel sich auch einmal Veranstaltungen der Polen ansehen konnten und Kontakte zur heutigen Bevölkerung haben. Leider war es schon immer die Minderheit, denn die meisten haben sich lieber in die Sicherheit der geführten Heimatfahrten eingeschrieben.
Nun werden die Heimatfahrten durch Überalterung weniger und wenn dann die Organisatoren nicht in der Lage sind gemeinsam zu handeln, geht der Rückschritt noch schneller vonstatten.
Und wie geht es nun weiter mit der Heimat? Was haben Glatzer Kreisrat und andere Organisationen geplant, oder soll stillschweigend alles dem Ende entgegengehen?
Stellt Euch nur einmal vor, Peter Großpietsch wäre meinem Vorschlag vor 15 Jahren gefolgt. Da hatte ich ihm vom aufstrebenden Schlesien geschrieben und warum er den Grafschafter Boten nicht aus der Grafschaft drucken und verlegen wollte. Viele wären ihm gefolgt und ein deutsches Zentrum in Glatz wäre sogar von den Polen gewollt gewesen. Natürlich nicht, wenn von hier die deutsche Treuhand betreut, oder nur gegen die Polen gearbeitet worden, wäre. Denn auch heute noch haben schlecht informierte Polen Angst, sie müssen wieder aus den Häusern raus wenn Deutsche sich das Haus ansehen. Aber die Treuhandforderung hatte wie bekannt sowieso keine Zukunft. Nicht in Polen, nicht bei den in Schlesien lebenden Deutschen und nicht in Deutschland.
Seht die Entwicklung der deutsch polnischen Versöhnung, seit endlich die Treuhand ein Ende gefunden hat.
Deutsche Treffen werden auch finanziell von Polen gefördert. Siehe Kulturfest in Breslau mit 8000 Deutschen aus Polen und andere Veranstaltungen. An der Klostermauer in Glatz ist die Vertreibung der Deutschen aus dem Grafschafter Boten auf 3 X 4 Meter dokumentiert. Alle Polen wissen: Das war ein großes Unrecht. Aber wer will und kann es ändern? Kaum ein deutscher Vertriebener würde zurück wollen und die Grenzen zu verschieben ist doch wohl ein wenig zu illosorisch. Doch jeder kann in Schlesien sesshaft werden. Wir werden immer mehr und stetig lernt man neue Deutsche kennen, die wegen der günstigen Grundstücke noch kommen. Aber mit dem Euro 2012 ist das wohl auch vorbei. Und wo sind die heimatbeweinenden Schlesier?
Ich verschenke hier noch einmal, einen Hektar Land an 20 Deutsche mit schlesischen Wurzeln, die darauf ein Ferienhaus bauen wollen. Außer Reiten, Wandern, von Mountainclimbing bis zu Ballonfahrten ist alles hier möglich. Auch bei uns wird man, wenn wir endlich mit dem Preis einig werden, am privaten Badesee schwimmen und Bootfahren können.
Liebe Freunde, das ist das Schlesien der Zukunft. Leider wird dafür zu wenig Reklame gemacht und wer heute noch glaubt, man brauche einen Strohmann zum Grunderweb u.s.w. der lebt in er falschen Welt. Bin gern zu jeglicher Aufklärung bereit.

Für heute soll es wieder einmal genug sein, mir tut der ausgekugelte Arm weh.

Euer

Horst aus Schlesien

PS. Reaktionen auf meine Beiträge sind ausdrücklich erwünscht.

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Do 08 Okt 2009 18:08:01 CEST
Betreff:Deutsche Minderheit
 

Liebe Freunde,

die Sommersaison geht zu Ende und da ist wieder etwas Zeit um Neues aus Schlesien zu berichten.
Eine Saison, die bei uns wieder sehr gut verlaufen ist, mit vielen Busbetreuungen und Gästen im Ferienhaus, die nun vermehrt keine Heimaturlauber der Erlebnisgeneration mehr sind, sondern Urlaubsgäste von überall. Ja, zum ersten Mal hatten wir Gäste aus Japan und da sie nur Englisch sprachen, musste ich mein Schulenglisch aus der hintersten Hirnwindung wieder hervorholen. Ab dem 2. Vodka ging es dann schon besser.
Ja liebe Freude, der Tourismus boomt. Aber schon befällt mich ein wenig Traurigkeit, wenn ich sehe wie die schlesische Sache, um das Thema einmal so zu bewerten, langsam dem Ende entgegen geht. Ja, wir wissen, dass uns die Erlebnisgeneration wegen des Alters bald als Zeitzeugen nicht mehr zur Verfügung stehen wird und immer weiter in Schlesien präsent sein kann, um die deutsche Vergangenheit hier zu dokumentieren.
Das aus deutscher politischer und medienpolitischer Sicht die größte Gruppe Deutscher im Ausland so vernachlässigt wird und nicht einmal vom Treffen vieler Tausend Deutscher in Polen berichtet wird, macht uns hier lebende schon stutzig.
Natürlich hat die Deutsche Treuhand und andere nicht zu realisierende Unternehmungen der ewig Gestrigen nicht nur in Polen, sondern auch in Deutschland für Unverständnis gesorgt, was wohl nun darin gipfelt, auch in den Medien schlesische Belange einfach tot zu schweigen, bzw. durch keine weitere Berichterstattung zu ignorieren.
Gut, das es das Internet gibt, wo auch so unbedeutende Menschen wie ich „ Neues aus Schlesien“ berichten können.
Schön, dass es trotz des Dilemas noch einige Zeitungen wie Schlesien Heute gibt, die auf mehreren Seiten vom Treffen der Deutschen Minderheit in Polen berichtet und mit der Überschrift titelt:
„Mein Gott welche Freude“, zum 3. Kulturfestival der Deutschen Minderheit in der Jahrhunderthalle in Breslau.

Auch wir vom DFK Glatz waren mit einer kleinen Abordnung dabei. Der Breslauer Dom war viel zu klein, um die vielen Gläubigen zum Gottesdienst zu beherbergen. Daher mussten viele an der, vom Breslauer Erzbischof Marian Golebiewski und unserem Großdechanten Franz Jung und vielen weiteren Geistlichen, in deutsch zelebrierten Messe an den Lautsprechern außerhalb des Domes teilnehmen.
Der Verkehr in der Innenstadt kam kurzfristig fast zum Erliegen, als die mehr als 100 Busse vom Dom zur Jahrhunderthalle fuhren, die mit 7000 bis 8000 Menschen im Nu mehr als voll war. In den Gängen ringsum gab es viele Informationsstände deutscher Initiativen in Polen. Auch das Schlesierhaus aus Deutschland war vertreten.
Das polnische, wie das deutsche Innenministerium hatten die Schirmherrschaft wie auch die Kosten der Veranstaltung übernommen.
Zu Beginn sprachen Vertreter der Regierungen, der Konsulate und der Breslauer Bürgermeister. Ja und der betonte, dass bei der Volleyball Weltmeisterschaft eine Woche zuvor in der Jahrhunderthalle nicht so viele Menschen dabei waren.
Hervor zu heben ist die Rede des Herrn Gaida. Er betonte den hervorragenden Beitrag der Schlesier zum deutschen Kulturerbe und sprach von der Zwangspolonisierung unter den Kommunisten. Die deutsche Identität zu pflegen sei ebenso wichtig, wie auch die schwierige Aufgabe zu meistern sei, in der Heimat zu bleiben und als bewusste „Heimatverbliebene Deutsche“ einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.
Ein solcher Brückenbau könne aber nur von einer selbstbewussten Minderheit erbracht werden und es sei an der Zeit verständliche alte Ängste zu überwinden.

Es gab tosenden Applaus.
Der polnische Innenminister wies auch auf den vorbildlichen Rahmen des polnischen Minderheitengesetzes hin, wodurch die deutsche Minderheit in Polen ihre eigene Identität wieder entfalten kann.
Dobieslaw Rzemieniewski sprach auch über die anfänglichen Ängste des polnischen Staates, über die Haltung in Deutschland und das man die deutsche Minderheit in den 90-ger Jahren als eine Art Bedrohung empfand. Man hatte deshalb Bedenken, den Deutschen hier zusätzliche Rechte zu geben und deshalb habe auch die Prozedur des Minderheitengesetzes so lange gedauert. Es wurde auch das fehlende Wissen der deutschen Jugend über Polen und die deutsche Minderheit hier beklagt.

Ab ca. 13 Uhr begann dann ein vielfältiges Kultur- und Musikprogramm, auch mit Chören und Musikgruppen der DFK Gruppen aus Ober - und Niederschlesien. Durch die Ausstellungen und Informationsstände wurden umfangreich die Aktivitäten der Deutschen in Polen dokumentiert. Wir werden sehen, ob dem Wunsch entsprochen werden kann, ein solches Fest jedes Jahr in der Jahrhunderthalle zu organisieren.

Schade, das hier kein Bild platziert werden kann.

Bericht

Horst Ulbrich

hulbrich@op.pl

 
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Name:
Jens Heise (jens.heise@genealogie-im-netz.de)
Datum:Mo 05 Okt 2009 14:49:09 CEST
Betreff:FN FALTA aus Grenzeck
 

Hallo zusammen,

ich suche zur folgenden Person weitere Informationen:

FALTA, Agnes
* ca. 1840 im Raum Grenzeck
+ unbekannt
oo GEISLER, Johann ca. 1860

anscheinend gibt es eienen Zusammenhang mit dem Gasthof Hubertus: Falta's Gasthof in Grenzeck.

Mit den besten Grüssen,

Jens Heise

 
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Name:
M.Koßmann (kossimon@freenet.de)
Datum:So 13 Sep 2009 16:24:11 CEST
Betreff:Suche
 

Hallo,meine Großeltern kommen aus Schlesien,meine Oma war eine geborene Sindermann(Gertrud geb.21.7.1903 in Eule-Ludwigsdorf) mein Opa Anton Spitzer geb. in Hausdorf am 2.1.1903.Wer kennt eventuell Bekannte oder gar Verwandte??Würde mich riesig freuen.Herzlichen Dank.

 
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Name:
Colleen Mosley (colleenmosley@yahoo.com)
Datum:Mi 26 Aug 2009 08:35:52 CEST
Betreff:My Grandfather was born in Gabersdorf
 

Gregor Wunsch was born 1/1/1875 Father August, mother Caroline nee Kynast. We are researching our family tree and would appreciate any help

 
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Name:
Birgit Koch (bjbich@aol.com)
Datum:So 23 Aug 2009 12:57:52 CEST
Betreff:Ahnenforschung
 

Hallo zusammen!
Wer kann mir bei der Suche nach den Eltern meiner Uroma helfen?

Sie hieß "Marie Anna Emilie Schmidt", wurde am 05.08.1888 in Glatz geboren, und ist am 13.07.1948 in Dresden verstorben.
Komme da bisher nicht weiter, vielleicht kann mir auch jemand einen Tipp geben, wo ich da weitersuchen kann.

Danke im voraus.

MfG
B. Koch

 
114


Name:
Stefan Bernitzky (stefan.bernitzky@kraenzlin.de)
Datum:Mo 10 Aug 2009 22:19:44 CEST
Betreff:Suche nach Vorfahren der Familie Bernitzky
 

Hallo liebe Grafschaftler,

ich bin auf der Suche nach den Wurzeln meiner Familie. Bei Flucht und Vertreibung sind leider alle alten Unterlagen verloren gegangen. Daher hoffe ich, daß hier irgendjemand weiterhelfen kann.
Konkret enden meine Informationen bei meinem Großvater, Friedrich (Fritz) Bernitzky, geboren 1898 in Schlegel Krs. Glatz.
Von Beruf war er Kirchenmaler und Vergolder, zeitweise in Neisse tätig, nach dem Krieg in Berlin ansässig, wo er 1965 verstarb. Er war verheiratet mit Anna Bernitzky, geb. Drescher.
Evtl. gibt es ja auch in Kirchenchroniken Angaben zu Maler- und Restaurierungsarbeiten an denen er beteiligt war.
Ich bin für jeden Hinweis sehr dankbar.

Vielen Dank für die Mithilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Bernitzky

 
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Name:
Matthias Katzer (matthias.katzer@t-online.de)
Datum:So 02 Aug 2009 17:53:21 CEST
Betreff:Vorfahren von Joseph Katzer gesucht Plomnitz
 

Joseph Katzer war mit Johanna Wolf verheiratet und lebte in Plomnitz als Stellmacher und Freigärtner. Kinder: Johanna (1818), Joseph (1819), Franz (1822), Augustinus (1825), Carolina (1830) und Berta (1832) alle geboren in Plomnitz (Kieslingswalde). Wer weiß etwas über weitere Vorfahrengenerationen???????

 
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Name:
TASSLER/SCHNEIDER (tassler@web.de)
Datum:So 19 Jul 2009 02:26:18 CEST
Betreff:KONTAKTSUCHE FAMILIE SCHNEIDER GLATZ
 

suche für meine mutter "elisabeth schneider" kontakt zu ehemaligen der grafschaft glatz
ehemals schlachthof

Danke
Dieter Tassler

 
 
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Name:
Edno
Datum:Mi 15 Jul 2009 18:10:39 CEST
Betreff:Grafschafter Bote verschweigt diese hervorragende Website
 

Liebe Leser!
Es ist nicht zu glauben: Seit fast 10 Jahren verschweigt die Heimatzeitung "Grafschafter Bote" ihren Lesern die Existenz dieser umfangreichen und hervorragenden Internetdarstellung der Grafschaft Glatz unter "www.grafschaft-glatz.de". Der Herausgeber glaubt doch wohl nicht ernsthaft an eine Konkurrenz für seine Heimatzeitung?!? Dies kann eine Website nicht sein und ist es auch nicht!!!
Ganz im Gegenteil: Eine solche Vielfalt an grundlegenden Informationen in dieser Website gehört nicht in eine Heimatzeitung. Beide Medien könnten sich gut ergänzen und gegenseitig Werbung für sich machen. Ich verstehe aber, dass im Gegenzug in dieser Internetdarstellung kaum etwas vom Boten zu lesen ist.
Zu alledem wurde obendrein noch vom Grafschafter Boten eine ähnliche Domain "www.grafschaftglatz.de" angemeldet, die nur einen Abklatsch (Kopie) der Website des Boten unter "www.grafschafterbote.de" enthält. Beide Website stellen fast nur das Angebot des Boten dar und informieren kaum über die Grafschaft Glatz. Warum dann diese zweite Adresse???
Liebe Leute, wenn Ihr schon an dem einen Ziel, Spuren hinterlassen gegen das Vergessen, und so ... arbeitet, warum dann gegeneinander? Lieber Bote schreibe doch etwas über "www.grafschaft-glatz.de", dann steht da bestimmt bald auch mehr Werbung für Euch. Liebe Leser, was meint Ihr?
Euer Landsmann Edno.

 
 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Di 14 Jul 2009 14:03:00 CEST
Betreff:Widerspruch
 

Liebe Freunde,
seit Jahren versuche ich die Provokationen der ewig Gestrigen aus Deutschland und Polen, wenigstens mit Leserbriefen zurecht zu weisen.
Hier meine Reaktion auf die neuesten Ungereimtheiten eines Herrn Kaminski in der Ziemia Klodzka.
Meine folgende Reaktion wird in der nächsten Ausgabe in deutsch und polnisch erscheinen.

Widerspruch zu dem Artikel von Herrn Broslaw Kaminski aus Z. K. Nr. 181 Seite 5.

Vorausschicken möchte ich, dass ich seit vielen Jahren in der Heimat meiner deutschen Eltern in Schlesien wohne, durch Heirat polnische Verwandte habe und das Kriegsleid beider Völker mir gut bekannt ist.
Die Gastfreundschaft der Polen ist bekannt, ich habe viele polnische Freunde und werde als vollwertiges Mitglied der hiesigen Gesellschaft akzeptiert. Durch meine vielen Kontakte zu der jüngeren polnischen Bevölkerung kann ich behaupten: Die Völkerverständigung ist viel weiter als es so mancher der ewig Gestrigen wahrhaben möchte.
Ausschlaggebend für den Artikel des Herrn Kaminski war doch der berechtigte Protest aus Deutschland wegen eines Satzes des Herrn Kardinal Gulbinowicz:
„1945 / 46 kehrten die Deutschen in ihr Vaterland zurück“
Tatsache ist:
Die Deutschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, am Beispiel meiner Familie. 11.Januar 1946 kam ein Kommando russischer Soldaten in das Dorf Eckersdorf / Bozkow bei Glatz / Kodzko . In der Nacht wurde mit Knüppeln an die Tür geschlagen und mit dem deutschen Wort „Raus“ mussten alle ihre Häuser verlassen und bei unter minus 10 Grad zu Fuß nach Glatz zum Bahnhof gehen um dort verladen zu werden. Das geschah deshalb, damit keiner die Möglichkeit haben sollte etwas zu packen. Alles sollte dableiben. Auf dem Weg sind viele gestorben, weil auch Frauen und Kinder im Nachthemd dabei waren, die aus dem Bett gerissen ihr Haus verlassen mussten. Zum Beweis leben noch viele Augenzeugen, denn auch die schon einquartierten Polen waren schockiert von dem Vorgehen der Soldaten.
Aber vielen Polen aus Lemberg und der Ukraine ist es ähnlich ergangen:
Meine, durch Heirat polnische Tante aus Swiecko wollte bis zu ihrem Tod wieder in ihre Heimat zurück. Sie wurde aus der Ukraine vertrieben, zunächst nach Sibirien verschleppt, wo sie als 18 jährige im Wald arbeiten musste. Danach wurde sie in Niederschlesien angesiedelt. Auch alles gegen ihren Willen. Unter Stalin zählte der Mensch nur nach seiner Verwertbarkeit!

Die deutschen Schlesier sind zu Heimattouristen geworden und so manche Träne wird bei den Besuchen im Glatzer Land noch vergossen, wenn die alten Erinnerungen bei ihnen wieder wach werden. Aber keiner will wieder zurück und die Ansprüche einiger Unverbesserlicher sollte man ignorieren, denn sie zählen zu einer aussterbenden Rasse. Bei den ehemaligen Bewohnern steht der Verlust der Heimat im Vordergrund und da ich nun in dem schönen Glatzer Land leben darf, das nun auch meine Heimat ist, kann ich das verstehen.
Müssen sich die Vertriebenen nun auch noch durch den Artikel des Herrn Kaminski beleidigen lassen, der da schreibt:
„ Wo ist das Vaterland der Deutschen? Im Algemeinen assoziiren wir damit – Berlin“ um dann auf eine slavische Ansiedlung ehemals im heutigen Berliner Raum hinzuweisen, dann auf die Polen, die aus den Slaven hervorgingen. Also Berlin Heimatland der Polen?
Was soll das bedeuten? Oder was wollen Sie damit überhaupt bezwecken?
Sie schreiben weiter solche geschichtliche Ungereimtheiten, das man als Leser dieser Zeilen eigentlich nur Provokation herauslesen kann. Auf den Artikel wurde ich überhaupt erst von meinen polnischen Freunden aufmerksam gemacht , die darüber auch nur den Kopf schütteln konnten und das Thema mit den wieder gewonnenden Gebieten war doch historisch auch schon abgehandelt und geklärt. Sie schreiben:
Aus unserem polnischen historischen Wissen und Empfinden heraus hat Kardinal Gulbinowicz die Wahrheit gesagt. Das mag Ihre persönliche Überzeugung sein, das heutige historische Wissen der Polen ist mit Sicherheit ein anderes. Ein Kontakt zu Herrn Prof. Ruchniewicz in Polen ist da vielleicht hilfreich.
Ich kann Ihnen nach Absprache ein Treffen deutscher und polnischer Historiker anbieten, die Presse beider Länder dazu bitten, um dann die breite Öffentlichkeit noch einmal umfassend zu informieren, damit endlich die Ungereimtheiten ein Ende haben.
Schon seit Jahren treffen sich zum deutsch, polnischen Austausch und Aufarbeitung strittiger Themen, Vertreter beider Länder beim Pastoralrat in Günne Deutschland. Das neueste Beispiel korrekter Information der Vergangenheitsbewältigung ist zur Zeit an der Mauer des Franziskanerklosters Glatz / Klodzko zu sehen. Die Vertreibung aus Glatz / Klodzko im Februar 1946 war dann schon humaner, wie auf den Bildern zu sehen ist, denn die Deutschen durften auf Handwagen zunächst persönliche Dinge mitnehmen, die ihnen allerdings auf dem weiteren Weg zum größten Teil wieder abgenommen wurden. Hergestellt wurde die Tafelwand von einer Schule aus Glatz / Klodzko und der Bildungsgesellschaft. Die Nachkriegsgeneration geht eben unbefangen mit der Vertreibungsproblematik um.
Es ist auf beiden Seiten viel Leid entstanden, aber ich bin überzeugt, nicht die Polen und die Deutschen als Volk sind Schuld daran.
Sie sind auf beiden Seiten den Machthabern unterworfen gewesen, denn wer hätte unter Hitler oder Stalin sich zu offenem Protest gewagt, wenige die es getan haben bezahlten mit ihrem Leben. Die Gewalttätigen konnten sich unter den Machthabern dann austoben wie sie gerade wollten. Diese Information dürfen wir in voller Wahrheit unseren Kindern nicht vorenthalten, damit die Radikalen aller Länder keine Chance zur Machtentfaltung mehr bekommen.
Ich bin glücklich in der Heimat meiner Eltern unter Polen zu leben, hier auch meine Meinung äußern zu dürfen und keiner politischen Zensur zu unterliegen.

Einige meiner Veröffentlichungen kann man im Internet nachlesen: www.grafschaft-glatz.de und dort unter Forum Einträge.

Wer möchte, kann mich wie immer per mail erreichen.
Horst Ulbrich

 
 
109


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Di 14 Jul 2009 13:21:06 CEST
Betreff:Pater Gerhard Hirschfelder
 

Liebe Freunde,

da sich die Seeligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder so lange hinzieht, habe ich einfach unserem Papst geschrieben und tatsächlich aus dem Vatikan Antwort halten.
Nachfolgend Beides.

Eure Heiligkeit Papst Benedikt der XVI. Swiecko, den 2009-02-03

Lange habe ich überlegt überhaupt zu schreiben, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass der Brief eines Katholiken aus dem Kirchenvolk bis zu Ihnen vordringt.

Trotzdem will ich die Hoffnung nicht aufgeben, wie in der gleichen Hoffnung tausende Gebete zur Seligsprechung des von Nazis gequälten und in Dachau verstorbenen Paters Hirschfelder gesprochen wurden.

Er hat in Schlesien von der Kanzel gegen das Regime unter Hitler und zum Schutz der katholischen Jugend gepredigt, dies in vollem Bewusstsein was ihn erwarte. Geduldig hat er die Konsequenzen bis hin zu seinem Märtyrertod in Dachau ertragen.
In Grenzeck ist um sein Grab ein Lapidarium entstanden und ganzjährig kommen Busse und PKW aus Deutschland, um an seinem Grab für seine Seligsprechung zu beten.
Die Erlebnisgeneration der deutschen Vertriebenen reduziert sich von Jahr zu Jahr und es ist der Wunsch aller die Seligsprechung noch zu erleben. Auch die ansässigen Polen erwarten dies flehentlich.
Wenn es mir erlaubt ist, möchte ich noch erwähnen, dass es vielleicht gerade jetzt die richtige Zeit ist, einen in Dachau umgekommenen Pater, der in voller Absicht sein Leben für Gott und die Menschen hingegeben hat, mit der Seligsprechung zu ehren und den schlesischen Katholiken einen Fürsprecher bei unserem Herrn zu geben.

Es grüßt Sie, ein in die Heimat seiner Eltern zurückgekehrter deutscher Katholik und wir sagen hier,


Vergelt`s Gott

Horst Ulbrich

Staatssekretariat
Erste Sektion Aus dem Vatikan, am 27.April 2009

Das Staatssekretariat des heiligen Stuhls bestätigt Ihnen den Eingang Ihres Schreibens vom 3. Februar dieses Jahres, mit dem Sie den heiligen Vater um eine baldige Seligsprechung des Dieners Gottes Gerhard Hirscfelder bitten.
In hohem Auftrag danke ich Ihnen für Ihre freundlichen Zeilen. Ihre Ausführungen wurden aufmerksam zur Kenntnis genommen. Sie sind herzlich eingeladen, den gut voranschreitenden Seeligsprechungsprozess auf dem nötigen Weg durch die verschriedenen Prüfungsinstanzen weiterhin durch Ihr Gebet zu unterstützen.

Papst enedikt XVI erbittet Ihnen von Herzen Gottes beständigen Schutz und seinen reichen Segen.

Mit besten Wünschen und freundlichen Grüßen

Msgr. Gabriel Caccia

Assessor

 
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Name:
L. Karger (le.karger@unitybox.de)
Datum:Di 14 Jul 2009 11:12:36 CEST
Betreff:Ahnensuche
 

Wer kann Auskunft geben über die Familien Karger und Herden ehemals wohnhaft in Tuntschendorf Kreis Neurode

 
107


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Do 02 Jul 2009 17:16:46 CEST
Betreff:Hochwasser in Glatz
 

Noch einmal davongekommen!

Ja, so kann man die Situation in Glatz am Samstag den 27.06. beschreiben. Seit Wochen und für Schlesien untypisch, regnet es mit Gewitterstürmen.
Freitag kam zu den übervollen Flüssen ein weiteres Unwetter mit Regenmengen bis 100 Liter pro Quadratmeter, was Bäche und Flüsse nicht mehr fassen konnten und es damit zu Überflutungen kam.
Durch die aufgeweichte Erde wurden viele, in Flussnähe stehende Bäume entwurzelt und allein ca 30 sind in die Neiße bei Klodzko / Glatz gefallen. Dort entstand am Wehr eine große Barriere. Die Unterstadt stand wieder bis zu einem Meter unter Wasser und da weitere Gewitter gemeldet waren, wurde die Feuerwehr aus der ganzen Region, bis aus Wrozlaw / Breslau zur Unterstützung herbeigerufen und man kann nur von Glück sagen, dass dieses Unwetter nicht gekommen ist.
Trotzdem sind die Schäden groß. Viele Straßen sind noch nicht wieder befahrbar, da sie mit Schlammlawinen zugeschüttet sind, oder der gesamte Asphalt weggeschwemmt wurde. In der Gegend um Jaszkowa Dolna / Niederhansdorf sind von 17 Brücken nur noch 3 befahrbar. Wiesen und Äcker sind überflutet und die Ernte vernichtet. Bei einem Bauern wurde der Stall in kurzer Zeit bis zu 2 Metern überflutet und die Kälber dort sind ertrunken.
Noch in der Nacht wurde das Kieswerk aufgemacht und per LKW Sand in die Stadt gefahren. Viele Helfer befüllten dort Sandsäcke und bauten Flutbarrieren. Die Kirchen waren geöffnet und viele ältere Menschen haben gebetet, dass sich die Situation von 1997 nicht wiederholt, als es viele Tote gab und die Menschen ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Trotzdem werden die Schäden auch dieses Mal im Kreis Klodzko / Glatz amtlicherseits auf 20 bis 30 Millionen Zloty geschätzt und es wird noch lange dauern, bis alle Straßen wieder befahrbar sind. 370 gezählte Objekte standen unter Wasser und seit Tagen werden Keller ausgepumpt.
Die Schäden der von mir betreuten DFK Mitglieder hält sich in Grenzen. Allerdings habe ich noch nicht alle erreichen können, da viele kein Telefon haben. In diesem Zusammenhang erlaube ich mir, noch einmal auf bekanntes Spendenkonto für bedürftige deutsche Rentner in Schlesien hinzuweisen.

Bericht
Horst Ulbrich, Tel. 0048 7487 4361

 
106


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Mi 01 Jul 2009 17:30:35 CEST
Betreff:Straße der Denkmäler in Niederschwedeldorf
 

Ein Lebenswerk ist vollendet !

Am 6. Juni wurde in Niederschwedeldorf die Straße der Denkmäler eingeweiht. Helmut Göbel hat seit vielen Jahren insgesamt 36 Denkmäler und Bildstöcke renoviert, teilweise unter erschwerten Umständen.
So wurde das Kriegerdenkmal mit dem Erzengel Michael aus der Kohlenhandlung befreit und mit einem tonnenschweren Kran auf einen neuen Platz neben der Kirche gestellt. Oder der Nepomuk, der zu nah an der Straße stand und gleich zwei Mal durch Unfall im Wasser lag. Auch der wurde an sicherem Platz mit neuem Betonsockel versehen, bevor seine Gesamtrenovierung begann. Ja, so ließe sich die Reihe weiter fortsetzen, denn jeder Bildstock und jedes Denkmal hatte sein eigenes Projekt der Wiederherstellung.
Mit der Aufstellung einer großen Informationstafel am Denkmalsplatz des polnischen Papstes beginnt die Straße der Denkmäler. Am Einweihungstag begann dort, begleitet von der Feuerwehrkapelle und vielen Hundert Teilnehmern die Besichtigung und Begehung durch das Dorf. Zur Eröffnung wurde das Band vom Vorstand des Dorfes, dem Landrat und dem Initiator Helmut Göbel durchschnitten. An jedem Denkmal gab es für die Zuschauer eine kurze Erklärung über Lautsprecher und auf dem Balkon der Kirche spielte ein achtjähriger Junge zur Freude aller Teilnehmer auf seiner Violine. Die Deutschen aus Niederschwedeldorf nahmen mit ihrer Fahne am Umzug teil. Nach der Schlusskundgebung am Kriegerdenkmal ging es zum Festplatz. Die Gäste wurden mit Kanonenschüssen von Kanonieren in alten Uniformen begrüßt. In den Ansprachen wurde der große Einsatz für die Heimat von Helmut Göbel von allen Ehrengästen aus Politik und Kirche gewürdigt. Es wurden ihm Präsente und eine Ehrentafel überreicht.
Die Medien wie Presse, Fernsehanstalt Breslau und Radio Glatz werden weiterhin für die Verbreitung der Nachricht dieses einmaligen Projektes sorgen. Der von ihm gegründete Verein zur Erhaltung der Kulturgüter, „ Verein Erzengel Michael“ wird weiterhin für die Erhaltung des Geschaffenen sorgen.
Der Tag ging auf dem Sportplatz mit Musik, Tanz und hervorragender Bewirtung zu Ende.

Ehrengäste und Schirmherren der Veranstaltung waren:
* Jerzy Pokoj Vorsitzender des Parlamentes Wojewotschaft Niederschlesien
* Tadeusz Drab Vizmarschall Niederschlesien
* Stanislaw Longawa Vize- Vorsitzender des Parlamentes Nieserschlesien
* Krzysztof Baldi Landrat von Glatz
* Ryszard Niebieszczanski Vorsitzender der Gemeinde Glatz

Bericht
Horst Ulbrich

Bilder: siehe Rubrik "Aktuelle Nachrichten" http://www.grafschaft-glatz.de/archiv/akt-0907.htm

 
105


Name:
Claudia Walter (cloedix@hotmail.de)
Datum:So 28 Jun 2009 15:11:09 CEST
Betreff:Anschriftssuche
 

Hallo Zusammen,

suche die Anschrift der Kirche St. Katharina (Kosciol SW. Barbary) aus Kunzendorf (Drogoslaw) , auch Filialkirche genannt.
Wer kann mir helfen?

Vielen Dank im vorraus.

 
 
104


Name:
Dieter Seemann (dsn0815@AOL.com)
Datum:So 21 Jun 2009 14:12:39 CEST
Betreff:Der Glatzer Löwe
 

Der Glatzer Löwe ( in Modern Art ).
Zu finden unter
%3E http://www.slawuspolonus.art.pl/tworzenie/klodzkus/herbus.htm %3C

 
103


Name:
Lydia Behnke (grossfamily@web.de)
Datum:Fr 19 Jun 2009 12:51:10 CEST
Betreff:Suche und Frage
 

Hallo Leute,

kann mir einer sagen wann dieses Jahr genau das Schlesiertreffen in Castrop-Rauxel statt findet?
Gibt es eine Art Programmheft oder kann man den geplanten Ablauf online nachlesen?

Dann suche ich noch für meine Mutter und meine Tante folgende Personen.

Fred (Bubi)Wagner geb. in Neurode und heute vorraussichtlich wohnhaft in Bad Salzdetfurth OT Breinum. Zumindestens hatte er früher dort mit gewohnt im Haus seiner Eltern, Else geb. Pohl und Alfred Wagner, die aber leider schon verstorben sind.

Dann suche ich noch Manfred Ulbricht, geb. in Neurode, der wahrscheinlich in Seelze wohnen soll.
Wer kennt diese Leute bzw. hat Kontakt?

Meine Mutter, Dorothea Liczba, geb. Schöps, sowie meine Tante Lieselotte Bilinski, geb. Schöps, beide geb. in Neurode, würden sich wahnsinnig freuen.

Bitte meldet euch!

GLG Lydia Behnke

 
102


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Di 16 Jun 2009 16:52:30 CEST
Betreff:Musikreise
 

Am 16.06.2009 gab es ein Konzert des Schulorchesters der Paul-Winter-Realschule aus Neuburg an der Donau in der Kirche des Franziskanerklosters in Glatz. Auch die Abendmesse begleiteten sie musikalisch.
1536 machte der Fürst Ottheinrich von der Pfalz eine Reise nach Krakau zum König von Polen. Auf dessen Spuren reist die Musikgruppe und machte, wie damals der Fürst, auch in Glatz Station. Dem Bürgermeister wurde das älteste Bild der Stadt Glatz als Kopie überreicht, das als Federzeichnung auf der Reise vom damals mitreisenden Hofmaler angefertigt wurde. Es ist eines der über 50 Exemplare der durchgeführten Reise von Neuburg an der Donau, über Prag, Glatz, Neisse bis Krakau. Der Rückweg des Fürsten ging dann über Breslau, Berlin, Wittenberg, Leipzig Hof zurück nach Neuburg. Es ist die erste in Bildern festgehaltene Reise eines Fürsten überhaupt und ist daher bis in Detail zu belegen. Der Anlass war wohl eklatanter Geldmangel des Fürsten und er erhoffte sich Hilfe von der polnischen Verwandtschaft. Immerhin war seine Großmutter die Tochter des polnischen Königs Kasimir IV und ihre damalige Mitgift war nie ausgezahlt worden. Der Fürst besaß einen diesbezüglichen Schuldschein. Man reiste damals mit großem Gefolge. Koch, Leibarzt und Dienerschaft, sowie einige Honorationen aus Neuburg waren mit auf der Reise. Auch ein Goldschmied und Juwelenhändler ist mit aufgelistet. Belegt ist eine Reisezeit von drei Monaten für die Gesamtstrecke, was eine gut durchgeführte Logistik erforderte, auch wenn die Städte, sowie Grafen und Fürstenhäuser zur Gastfreundschaft verpflichtet waren. Wenn alle, von der Musikgruppe angefahrenen Städte zustimmen, soll in Brüssel ein Antrag auf den europäischen Reiseweg gestellt werden.
Die Musiker sind aus Glatz am nächsten Morgen nach Neisse abgefahren um in den nächsten Tagen in Krakau und Oppeln zu sein. Sie werden überall für ihre Heimatstadt und den Reiseweg Reklame machen und die Menschen mit ihrer Musik erfreuen.
Die Glatzer wünschten zum Abschied gute Weiterreise und Erfolg bei der Umsetzung des Reisezieles.
Bericht
Horst Ulbrich

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Di 16 Jun 2009 13:02:51 CEST
Betreff:Neues au Schlesien
 

Am Sonntag 14.06.2009 präsentierte sich vor vollem Haus im Theater Neurode die Sing und Tanzgruppe Nova Ruda. In traditionellen Trachten wurden dem staunenden Publikum schlesische Tänze und Lieder vorgeführt. Musikalisch begleitet wurden sie von einem Orchester in gleichen Trachten. In verschiedenen Gruppen, die kleinsten Sänger und Tänzer waren sieben Jahre alt, wurde eine mitreißende Show geboten. Schön zu sehen, das in Schlesien auch die Jugend noch für traditionelle Tänze und Gesänge zu begeistern sind und das mit so großer Beteiligung. Auch die Turniertänzer zeigten ihr Können, traten aber auch in gemischter Gruppe mit den ganz Kleinen auf, immer in wechselnden Kostümen. Mit schon artistischer Einlage zeigten dann die jungen Männer auch Tänze aus Oberschlesien. Am Schluß wurde Chorleitung und Choriografin der Tänze auf die Bühne gebeten. Ein Vertreter der Stadt bedankte sich bei Beiden mit Blumen für ihr Engagement. Eine gelungene Vorstellung, die nach zwei Stunden mit großem Beifall zu Ende ging.

 
100


Name:
Stefanie und Klaus Barth Detern (klaus.barth@ewetel.net)
Datum:Mo 15 Jun 2009 19:56:45 CEST
Betreff:Zum Beitrag 96: Loretto Kapelle
 

Dieser Beitrag steht bereits unter "Zeige Antworten auf diesen Eintrag (1)" im Forum.
(Bitte nur dort und nicht doppelt eintragen! Der Hrsg.)

 
99


Name:
Detlef Galle (d-galle@versanet.de)
Datum:So 14 Jun 2009 22:23:01 CEST
Betreff:Rezept vom Pfefferkuchen-Kuchen
 

Meine Tante Maria Müller, geb. Galle aus Altwilmsdorf, besser bekannt als Galle-Mariechen, hat in meiner Kindheit zu jeder Weihnachtszeit einen Pfefferkuchen-Kuchen gebacken. Er wurde in einer Springform gebacken, quer durchgeschnitten und mit Marmelade gefüllt, abschließend mit Schokolade überzogen. Da meine Tante leider schon seit 1999 verstorben ist, und ich in der gesamten Verwandtschaft nach diesem Rezept erfragt habe, und es niemand besitzt, stelle ich an dieser Stelle folgende Frage: Wer besitzt evtl. noch ein Rezept vom "Pfefferkuchen-Kuchen"? Ich kann mich nur erinnern, dass wie allen Pfefferkuchen-Rezepten Hirschhornsalz und Pottasche hereinkam. Wer kann mir Auskunft geben?
Einen schönen Gruß aus Sundern von einem Nachkömmling aus Altwilmsdorf dem Galle-Schneider aus der Duhne.

 
 
98


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Sa 13 Jun 2009 10:23:28 CEST
Betreff:Info
 

Ach liebe Leser dieser Seite.

Leider gibt es hier viel zu wenig Neues aus Schlesien. Ch. Drescher hat ja schon auf das Einkaufzentrum in Glatz hingewiesen. Das ist nun zum Teil schon eröffnet und wird gut angenommen. Es sollen dort später 82 Geschäfte unter einem Dach entstehen. Großer Baumarkt, sowie Kaufhaus und ca 25 kleinere Geschäfte sind nun eröffnet. Auch ein Kino wie auch die Imbissketten, die man kennt werden noch bauen. Ja.....es geht aufwärts in Schlesien und das mit riesen Schritten.

Leider habe ich in der Saison wenig Zeit zum Schreiben. Allein in der letzten Woche waren bei uns täglich Autobusse zu Besuch, wie auch Kaffeegäste und die Reiter, die von morgens an bei uns sind.
Gäste im Ferienhaus u.s.w. Aber es gibt doch auch noch andere Deutsche in der Grafschaft, die mal etwas Neues schreiben könnten. Erstaunlich wie viele junge Deutsche sich nun für die Ahnenforschung interessieren. Aber da fehlt es auch noch an fachlicher Betreuung. Ich sehe auf die Anfragen hier zu wenig Antworten. Im Herbst, also nach der Saison kann ich vielleicht einigen weiterhelfen. Aber wer in die Grafschaft kommt, kann auch selbst in den Kirchenbüchern nachschauen. Für Außenstehende ist das immer viel Arbeit. Andreas Richter in Waldenburg ist da eine gute Adresse, der hat viele Daten archiviert.

So, das wars. Wir haben heute auch noch unser Reitturier und das Wetter spielt nicht mit.

Horst

 
 
97


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Sa 13 Jun 2009 10:09:10 CEST
Betreff:Schulwettbewerb
 

Kurzmitteilung:

Im Mai diesen Jahres fand in Bad Altheide eine überregionale Prüfung in Deutsch und Englisch aller beteiligten Schulen statt.

Aus jeder Schule traten jeweils die Schulbesten zu diesem Wettbewerb an und es war erstaunlich, wie perfekt viele Bewerber waren. In Deutsch war nach der schriftlichen Prüfung eine umfangreiche mündliche Befragung erforderlich, weil einige den gleichen Wissensstand hatten und in ihrer Aussprache auch weitgehend perfekt waren. Der erste Platz wurde dann an ein polnisches Mädchen vergeben, die keine deutschen Verwandten hat, also von daher keine Unterstützung möglich war und sie sich ihre perfekte Aussprache selbst erarbeitet hatte.
Ich war überrascht welchen Kenntnisstand in den Fremssprachen die Probanten vorweisen konnten.
Man hatte mich eingeladen, den Vorsitz der Prüfungskomission zu übernehmen und ich hatte dem Wunsch gern entsprochen.

Horst Ulbrich

 
96


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Sa 13 Jun 2009 10:07:07 CEST
Betreff:Lorettokapelle
 

Schon im letzten Jahr hat die Eckersdorfer Heimatgemeinschaft auf dem Platz der ehemaligen Lorettokapelle, oberhalb des Dorfes einen Gedenkstein für den 1945 dort erschlagenen Küser und Einsiedler Heinrich Bender errichtet.
Da die Kapelle nach dem Krieg verwüstet und 1972 daher dann ganz abgerissen wurde, sollte nun für die Nachwelt eine Hinweistafel aufgestellt werden.

Am 09.06.2009 wurde dann im Beisein der angereisten ehemaligen deutschen Bewohner, vieler heutigen Eckersdorfer und einer Schulklasse aus dem Eckersdorfer Gymnasium, eine Gedenk - und Hinweistafel in Deutsch und Polnisch aufgestellt. Der deutsche Diakon Ewald Pohl und der polnische Gemeindepfarrer Kanonikus Pisarski haben dann die Weihung des Orte der ehemaligen Kapelle übernommen.
Ich denke es ist überaus wichtig für Menschen beider Nationen die Vergangenheit auch in der nächsten Generation wach zu halten. Es geht zu viel an alten Erinnerungsstücken verloren, wenn wir nicht jetzt für den Fortbestand sorgen. Die Familien Barth und Ulbrich haben Tafel und Podest gestiftet und aufgestellt. Mit Gedenkstein und Hinweistafel ist dieses nun ein Ort der Erinnerug und der stillen Einkehr, der auch wegen der hervorragenden Aussicht auf Heuscheuer, Schloss Eckersdorf und die schöne schlesische Bergwelt von vielen besucht wird.

Horst Ulbrich

 
 
95


Name:
Tina (Reni36@gmx.net)
Datum:So 31 Mai 2009 21:20:53 CEST
Betreff:Suche Witt und Kimmel (beide Glatz) für meine Bekannte
 

Suche für eine Bekannte nach Familienanghörigen Witt und auch nach dem Lehrer Kimmel (beide Glatz)

Vielen Dank

Tina

 
94


Name:
Dietrich Klein (klein.kuentrop@online.de)
Datum:Mo 25 Mai 2009 23:40:07 CEST
Betreff:Familie und Verwandte des Alfred Schnabel * ca. 1890 Wünschelburg + 1955 Köln
 

Wer weiß etwas über die Eltern bzw. Verwandte von Alfred SCHNABEL * um 1890/93 in Wünschelburg,
seit ca. 1920 verheiratet mit Walburga DITTRICH *1893 Gut Seitendorf/Kr. Frankenstein + 1971 Lövenich. Er lebte mit seiner Familie, die aus zwei Töchtern Christine und Renate auf Gut Seitendorf.
Bis zum Kriegsausbruch war er Arzt in Frankenstein, im Krieg Soldat und lebte mit seiner Familie nach der Vertreibung in Köln, wo er auch bis zu seinem Tod 1955 eine Arztpraxis betrieb.
Gegen Kriegsende war seine Familie von Seitendorf, das sich in Frontnähe befand, bei Verwandten in Wünschelburg untergekommen, wo am 30.05.1945 auch seine Enkelin geboren wurde.
Wer kann Hinweise geben ?

Danke im voraus !
Dietrich Klein

 
93


Name:
Küster, Achim (mihcaretseuk@web.de)
Datum:Mo 13 Apr 2009 11:20:50 CEST
Betreff:Suche Informationen
 

Ich suche Informationen zu Herrn Pfarrer Rudolf Firlej, Pfarrer in Oberlangenau, geb. 14.11.1903 und gestorben am 25.10.1978 in Ludwigsfelde im Land Brandenburg (dort ebenfalls Gemeindepfarrer)
vielen Dank A. Küster

 
92


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Mo 06 Apr 2009 09:54:28 CEST
Betreff:Palmsonntag in Eckersdorf
 

Palmsonntag in Eckersdorf Schlesien.

Nun ist zu erwähnen, daß unser Dominik seit einiger Zeit Messdiener in der Kapelle in Schwenz seinen Dienst tut, wo das Weihen der Palmstreuchlein mit der normalen Kirchenvolkbeweihungskugel vorgenommen wurde und sich das Benetzen in Grenzen hielt.
Ganz anders im Jahr zuvor in Eckersdorf.

Dazu muss erwähnt werden, daß unser Pfarrer Pisarski dort immer noch ein Eimerchen mit einem Reisbesen zum Weihen des Kirchenvolkes bevorzugt. Das ist bekannt und man zieht am Morgen also nicht den Wildledermantel an, nein lieber gleich die Regenjacke. In dem Dorf ist es auch eine Art Sport möglichst große, bis zu 2,5 Meter hohe Palmstöcke mit allerlei schönen Blumen verziert zu erstellen um sie in der Kirche zu präsentieren. Schon beim Hereintragen werden da zwei junge Männer benötigt um sicher durch die Kirchentür zu gelangen, ohne die aufwendig gestaltete Spitze zu beschädigen.
Beim Weihen der Palmstreuchlein, schreitet unser Pfarrer durch die Kirche, neben sich einen Messdiener mit dem gefüllten Eimerchen und er weiht reichlich bei Bekannten, Freunden und vielleicht auch Bösewichten.
Also mir ist das Weihwasser im Kragen herunter am Rücken gelaufen, aber zwei Bekannte wurde besonders bedacht und mit dem Reisbesen, wohl benetzt, auf dem Kopf gestreichelt.
Das war schon so ein Vorgeschmack für Ostermontag, der in Polen traditionell Schwingus Dingus heißt. An dem Tag ist es besser nicht in Häusernähe zu laufen, denn mit Eimern und Kannen wird alles begossen was draußen herumläuft. Auch meine Schwiegermutter hatte mit einer Wasserpistole bewaffnet, uns schon morgens im Bett nass gemacht. In diesem Jahr werde ich mich ähnlich bewaffnen müssen.
Aber zurück in die Eckersdorfer Kirche.
Am Ende der Messe werden dann die besten 5 prämiert und dazu rief mich der Pfarrer nach vorn zum Altar, wie auch alle Palmwedelherstellungsbrigaden mit ihren Erzeugnissen um die schönsten mit einer Tafel Schokolade zu beglücken.
Ja und da steht neben mir ein kleines Mädchen, ihr kleines Streuchlein war ihr in der Mitte zerbrochen und wurde mit beiden Händchen gehalten um doch noch das beste Aussehen zu präsentieren, mit einem traurigen Blick zum Herzerweichen und ich sage ...das ist für mich der Schönste!
Nach dem Hinweis des Pfarrers, doch auch die großen und ach so prächtigen Gebinde zu berücksichtigen, bin ich seinem Vorschlag gefolgt, wohl zur Enttäuschung einiger.
Sonntag darauf habe ich dann Schokolade für alle Teilnehmer besorgt und unseren Pfarrer gebeten mich von so schwierigen Aufgaben in Zukunft zu verschonen.

Schwenz, den 03.04.2009
Horst Ulbrich

 
91


Name:
Stefan (fanwin@wp.pl)
Datum:Fr 20 Mär 2009 19:09:56 CET
Betreff:Schlegel - Alte Schmiede
 

Wo befand sich in Schlegel die Alte Schmiede?
http://nasza-klasa.pl/profile/4059984/gallery/380

 
90


Name:
Hans de Montgazon-BÜTTNER (hdemont25@gmail.com)
Datum:Do 19 Mär 2009 22:10:33 CET
Betreff:Suche Grosseltern und Onkels.
 

Liebe Glatzer.
Meine Grosseltern sind zwar nicht aus Latz sondern aus Schömberg/Landeshut.
Ich Hoffe das jemand etwas über meine Verwandten weiss. Das sind die Informationen die ich habe.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ich suche meine Grosseltern, die Eltern meines Vaters,Theodor Karl de Montgazon.

Er war als Theodor Karl BÜTTNER in Schömberg bei Landeshut in Schlesien am 2.November 1885 geboren und ist am 29.März in Berlin im Urbankrankenhaus gestorben.

Seine Geburtsurkunde und Adoption Urkunde habe ich.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Die Grosseltern:

Boleslav BÜTTNER ,geb. ??? Wo ??? Gestorben ???
War Königlicher Postverwalter in Schömberg.
Seine Frau:
Olga MATTHÄUS , geb. ??? Wo ??? Gestorben ???
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Die Brüder von Theodor Karl BÜTTNER :

Sie sind wie vom Erdboden Verschwunden.
Keine Geburtsurkunden oder Todesurkunden.

Boleslaw Theodor Hermann BÜTTNER geb. Jan.28.1883 in Schömberg bei Landeshut in Schlesien.

Hans Otto Emil BÜTTNER , geb.März 13.1884 in Schömberg
bei Landeshut in Schlesien.

Hans war mit Thekla Bernhard(t) verheiratet. ???
Er ist von einem Wilddieb erschossen worden. (So sagt man )

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Th.Karl Büttner wurde von der Witwe des Eugen Hugo Eduard von Kamptz,
Marie Josephine Kornelie Marguerite de Montgazon , in Schömberg adoptiert .

Hans de Montgazon
4421 Tessier
Pierrefonds,QC H9H2X6 Kanada

Telefon: 1-514-626 4293
Email: hdemont25@gmail.com

Hans de Montgazon - Büttner

 
89


Name:
Gabriele Franike (gabriele.franke1@freenet.de)
Datum:Mo 16 Mär 2009 17:27:22 CET
Betreff:Schlesisches Gedicht
 

Kann mir jemand helfen mit einem bestimmten Gedicht, in dem es heißt: "... kommt nur schell, kommt nur schnell auf das scheene Karussell?
Das wäre Super! Soll ein Hochzeitsbeitrag sein für die Enkelin einer gebürtigen Schlesierin, die das Gedicht nur nach Auszugsweise in Erinnerung hat.

 
 
88


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Sa 14 Mär 2009 10:39:27 CET
Betreff:Neues aus Schlesien
 

Neues aus Schlesien:
Heute Wirtschaft

Deutsche Botschaft meldet:
Am 07.03. 2009 ist ein neues Gesetz in Polen in Kraft getreten um Firmengründungen noch weiter zu erleichtern. Viele Kontrollen des Staates fallen weg. Der Vorteil der Sonderwirtschaftszonen wie Niederschlesien wird bis 2020 beibehalten.
RWE, ein führender Energiekonzern wird mit 1,5 Milliarden Euro ein neues Kohlekraftwerk in Schlesien bauen.
Honda Europa hat, wegen der zur Zeit günstigen Währung, im Februar bei Posen ein großes Grundstück für den Bau eines Logistikzentrums erworben. Von hier wird später der Ersatzteiltransfer für Polen und die baltischen Staaten realisiert.
Währungspolitisch sieht Polen den Start zur WKM II für Mitte 2009 vor. Das bedeutet, der Sloty darf ab diesem Termin nur noch um max 15 % des dann festgelegten Wechselkurses schwanken. Einführung des Euro dann im Jahr 2012.
Nach dem Verfall der Währung bis auf 1 Euro zu 5,06 Sloty, stabilisiert sich die Währung wie zu erwarten. Zur Zeit bei ca 4,5 Sloty als Kontrast zu dem Stand vor ca 6 Monaten von ca 1 Euro zu 3,o4 Sloty. Das ist für Investoren immer noch ein Gewinn von 50 % wenn heute Grundstücke oder Häuser gekauft werden.
Auslöser der Finanzkrise war trotz stabiler Wirtschaft der Kapitalabzug der ausländischen Banken, die damit im Euroraum ihren Mutterkonzern zu stabilisieren suchten.
Also liebe Schlesier, wer noch schnell an der Währung verdienen und hier investieren will soll sich beeilen, denn bald ist es wieder so teuer wie vor Monaten.
Auch wir haben uns schnell ein Grundstück am entstehenden Badesee in Mölten gesichert.
Wer dazu Fragen hat, bitte bei mir melden.

Horst Ulbrich

 
 
87


Name:
Johannes Scholz (kontakt@pyrenäen-botanik.de)
Datum:Fr 13 Mär 2009 09:15:48 CET
Betreff:Verteibung/Flüchting/Umsiedler?
 

....übrigens hatte mein freund aus habelsch. das jahrbuch vom glatzer boten und sah den aufruf für eine stiftung zur erhaltung des kulturgutes schlesiens, weil die geborene generation aus schlesien ausstirbt keine schlechte idee. wer soll das finanzieren.-
lieber horst, ist ja immer ein langes thema, aber ob sich die funktionäre in den verbänden der ehemaligen schlesier usw. einig sind, was flüchtlinge oder vertriebene sind? die weltmächte haben das damals beschlossen, die sogenannte Umsiedlung, sag ich mal vorsichtig:
rechtskräftig, also per anordnung eine ethnische Säuberung, eine von den siegermächten aufgezwungene kollektivschuld, vollstreckt.alles leute die damals unter 21 jahre waren, waren für solche taten überhaupt noch nicht straffähig. vökerrechtilch ist das nicht ganz sauber gelaufen. leider wird in der richtung wenig oder gar nicht darüber gesprochen. als die ostfront nach westen sich vorkämpfte, begannen die deutschen behörden rechts der oder die zivilbevölkerung in sicherheit zu bringen und erlebten den 8.5.45 (wie wir aus Klein Raake, Kreis Trebnitz) in sudentenland (schöntal, kreis mies) Darüber muss es dokomente geben, wie das organisiert war. mich würde mal sehr interessieren, wie man das im deutschen reich den leuten damals verkauft hat?
von flucht bestimmt nicht, das wäre ja für die öffentlichkeit gleich einer kapitulation zu verstehen gewesen und nach dem 8.5. , als die umsiedlung der siegermächte beschlossen wurde u.a. auch für die provinz schlesien, müsste ja in den dokomenten die VERTREIBUNG schriftlich zu finden sein, oder? Wenn in den dokomenten tatsächlich von vertreibung
die rede sein sollte, was ich bezweifle, dann sollte man intensiver mit den damaligen siegermächten, heute ja alles dicke freunde, die wahren dokumente offenlegen, so grausam wie alles war, aber der nachwelt die richte geschichte hinterlassen.
lieber horst, ich meine, ob man das immer alles so einfach hinnehmen und pauschal glauben sollte? ich meine, die eigene meinung,erlebnisse und erfahrung zur geschichte muss diskutierbar bleiben.. Ich bin kein piusbruder oder wie die heissen, man sollte nicht so einfach an der geschichte vorbeireden, dann hilft ein museum in berlin auch nicht.
Übrigens das museum für die heimatlosen der deutschen und der polen sollte man z. b. in frankfurt/o oder in görlitz machen, dann können beide seiten ihren kleinkrieg über den standort begraben und die geschichte gemeinsam begleiten. die millionen heimatlosen polen wären bestimmt dankbar.

 
 
86


Name:
Kay Baganz (Kay068@t-online.de)
Datum:Do 12 Mär 2009 21:39:29 CET
Betreff:Suche nach Infomationen zu meiner Oma Sperlich aus Pischkowitz
 

Hallo,
ich suche nach Informationen zu den Eltern meiner Oma, Maria Magdalena Sperlich geb. am 20.Maerz 1913 in Pischkowitz(Gut).
Ihr Vater war Paul Sperlich und er war Oberpfenniger, ihre Mutter war Valeria Sperlich geb. Witschzak.

Hat vielleicht jemand Informationen über meine Oma ihre Schwester oder ihre Eltern.

Vielen Dank Kay Baganz

 
85


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Do 12 Mär 2009 16:20:26 CET
Betreff:Neues aus der Grafschaft Glatz
 

Das größte Kaufhaus zwischen Breslau und Kudowa ist in Glatz eröffnet.
Unter dem Namen Festung, auch optisch ein wenig der Festung nachempfunden, hat gestern schon mal der große Baumarkt eröffnet. Das große Kaufhaus, 10 mal größer als das bisher Größte in Glatz, eröffnet noch vor Ostern. Das ganze Gelände umfasst mehrere Hektar. Auch 82 kleinere Geschäfte werden unter einem Dach firmieren.

Eine Seilbahn wird 2010 als Verbindung der beiden Festungen in Glatz über die Neiße enstehen.
Ganz ohne Stützpfeiler um den Blick auf die schöne Landschaft nicht zu beeinflussen.

13 knallgelbe neue Schienenbusse sind angeschaft worden und auch der Verkehr nach Waldenburg wurde damit bestückt. Unsere Pferde mussten sich erst an die farbenfrohe Bahn gewöhnen und haben zunächst die Flucht ergriffen, da unsere Weiden bis an die Bahnlienie reichen.

Neue Bahnverbindung zwischen Dresden, Görlitz und Breslau eröffnet. Das wird weiterhin den Tourismus beflügeln. Sollte auch Glatz einbezogen werden, können wir hier ein reichhaltiges Besuchsprogramm anbieten.

Ja und was fast wie ein Schildbürgerstreich anmutet:::::
Breslau verklagt Warschau bei der EU weil man dort 32 Mill PLN zur Renovierung der Jahrhunderthalle vorenthalten wollte.
Der Demokratie sei Dank, das dieses in der heutigen Zeit möglich ist, wo die Breslauer zu kommunistischen Zeiten glücklich sein mussten, das ihre, von oberster Anordnung weggenommenen Kunstschätze dann in der Hauptstadt gezeigt wurden.

Auch die deutschen Oberschlesier in Chronstau konnten sich behaupten. Die zweisprachigen Schilder, zwischenzeitlich von irgendeinem Möchtegernpolitiker aus alter Zeit abgebaut, mussten per Gesetz
wieder aufgestellt werden.
Es gibt eben auf beiden Seiten noch ein paar alte Betonköpfe, aber die Zeit wird es richten.

Grüße aus Glatz
Horst Ulbrich

 
84


Name:
Herausgeber Christian Drescher (info@grafschaft-glatz.de)
Datum:Mo 09 Mär 2009 14:27:52 CET
Betreff:Für Antworten im Forum keinen neuen Beitrag einrichten
 

Liebe Schreiber im Forum,
aus Gründen der Übersichtlichkeit des Forums bitte ich dringend darum, für Antworten zu einem Thema unbedingt KEINEN NEUEN BEITRAG einzurichten! Bitte verwendet stattdessen nur den Link "Antworten auf diesen Eintrag" am Ende von jedem Eintrag.
Einige Antworten habe ich daher manuell verschoben. Ich bitte um Verständnis. Vielen Dank!

 
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Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:So 08 Mär 2009 19:32:56 CET
Betreff:Danke für die Spenden / Schlesienhilfe.
 

Liebe Freunde dieser Seite,

ganz herzlichen Dank für die Spenden, die den armen in der Heimat gebliebenen Deutschen helfen wird, ihre wichtigen Medikamente kaufen zu können. Wie ich in Artikel Nr. 78 weiter unten geschrieben habe, wenn Du arm bist musst Du früher sterben. Das trifft für deutsche Rentner mit ca 130,-€ Rente zu, die, trotz Ausreisemöglichkeit der Heimat treu geblieben sind, sich jetzt aber Medikamente und teilweise die Winterkohle nicht leisten könen.
Dafür habe ich gesammelt und danke all denen, die die Not hier erkannt haben und helfen wollen.

Grüße aus Schlesien

Horst Ulbrich

 
82


Name:
Peter Dittmann (thach.sinh@yahoo.de)
Datum:Mi 04 Mär 2009 23:12:08 CET
Betreff:Vertreibungen
 

Tja Frau Steinbach,
jetzt sind Sie nu schon zum zweiten Mal vertrieben worden, nur diesmal hätten Sie es verhindern können...
Was brauchen wir die Polen, oder sonstwen, um unsere Vertreibung und deren Opfer zu betrauern!?
Und wissen Sie, was das ärgerlichste an der ganzen Sache ist?
Hinter vorgehaltener Hand lachen sich die Polen schief und krumm über "uns" blöde Deutsche,
Auch dieser vorauseilende Gehorsam mit der Anerknnung der O/N Grenze - was hat uns das genützt???
Warum wurde Polens EU-Beitritt nicht genutzt, um erst mal richtig klar Schiff zu machen?
Zum Beispiel hätte man doch die Oder als natürlichen Grenz- Kompromiss vorschlagen können? Die Deutschen, die zurück wollen, gehen in die alte Heimat zurück, und die Polen, die dableiben wollen, bleiben da (und lernen Deutsch)...
Wieso läßt sich Deutschland (als souveräner??? Staat) von Polen derartig reinregieren? Was haben wir davon?
So... das mußte ich mal loswerden...

 
 
81


Name:
Horst Ulbrich (hulbrich@op.pl)
Datum:Mo 02 Mär 2009 15:07:57 CET
Betreff:Denkmal
 

Ach ja, haben denn die Herrschaften aus der Politik nichts besseres zu tun?

Da setzt ein verdienter polnischer Politiker sein Amt aus Spiel um in Deutschland Stimmung gegen die Vorsitzende des BDV zu machen.
Da kann man mal sehen, wie viel Angst bei den polnischen Politikern noch vor berechtigten Forderungen der Vertriebenen besteht.
Aber passt das noch in die heutige Zeit?
Es weiß doch jeder, das von den alten Schlesiern keiner zurück will und die Überalterung löst das ganze Problem in den nächsten Jahren. Meine Bekannten in Polen finden den Streit lächerlich und sagen mir, bei ähnlichem Problem in Polen würde das Mahnmal gebaut und Schluss. Welche Diskussionen. Die Aussöhnung bei den Völkern ist weiter fortgeschritten, als es so mancher Politiker wahrhaben möchte.
Zu bemerken ist aber auch, das aus der rechten Ecke der Vertriebenenverbände kaum etwas ausgelassen wurde, die Polen als das Vertreibervolk hin zu stellen.
Nicht das Volk der Polen haben die Deutschen vertrieben und viele der hier angesiedelten sind, wie bekannt selbst aus Ukraine, Lemberg u.s.w. vertrieben worden. Aber auch nicht die Deutschen haben die Juden gemordet und ganze Völker vertrieben oder besetzt. Leider ist es Hitler gelungen die Radikalen um sich zu scharen, die sich endlich einmal austoben konnten. Selbst das deutsche Volk hat in Angst vor dem eigenen Regime gelebt und im Kommunismus hinter dem eisernen Vorhang ist es ähnlich gewesen.
Das sollte eigentlich verbinden und da man auf beiden Seiten der nicht mehr bestehenden Grenzen, nun seine Meinung äußern darf, so wäre doch in diesem Streitfall ein möglicher Kompromiss:
Frau Steinbach verzichtet auf den Sitz im Stiftungsrat, es gibt bestimmt viele gleich kompetente Bewerber. Die Polen verzichten auf weitere Polemik, damit die nächste Generation nicht über die Problematik der Alten lacht.

Das schrieb ein Mann aus dem Volk, der in die Heimat seiner Eltern in Schlesien ohne Ansprüche zurückgekehrt ist und mit vielen Freundschaften unter Polen lebt.

Horst Ulbrich

Bitte schaut auf: www.grafschaft-glatz.de im Forum - Neues aus der Grafschaft
www.klodzkaroza.bloog.pl - Reiterhof Ulbrich Prospekt bei „Pensionat“
www.um.pieszyce.pl - Camera Hohe Eule
www.worldcam.pl - Camera Bielawa

 


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