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Aktuelle Nachrichten aus der Grafschaft Glatz

 

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GOTT SPRICHT: SEHT,
ICH MACHE ALLES NEU.
(Offb 21,5)

 
 

79. Wallfahrt
der Grafschaft Glatzer zur
Gnadenmutter von Telgte
28. und 29. August 2026

 

Eine Wallfahrt in der frisch renovierten Telgter Wallfahrtskirche

79. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer zur Gnadenmutter von Telgte
am 28. und 29. August 2026

„Gott spricht: Seht ich mache alles neu“ (Offb 21,9). Ein treffenderes Motto hätte für die diesjährige Grafschaft Glatzer Wallfahrt in Telgte nicht gefunden werden können. 2025 war der Innenraum der Wallfahrtskirche komplett erneuert worden, was die Gläubigen erfreut zur Kenntnis nahmen.

Wie üblich begann die Wallfahrt mit einer feierlichen Vesper in der Gnadenkapelle. Der sich anschließende kulturelle Teil hat mittlerweile schon seit Jahrzehnten Tradition. Im gut gefüllten Gemeindesaal referierte Dipl.-Ing. Manfred Spata (Bonn) über „Gedruckte Landschaftsbilder der Grafschaft Glatz“. Veduten aus mehreren Jahrhunderten, unterschiedliche Landschaftsbilder und Stadtansichten aus der Grafschaft Glatz, mit ausführlichen Erläuterungen wurden dem Publikum präsentiert. Die Abendandacht zelebrierte P. Hubertus Deuerling CO (Münster). Dank günstiger Witterung konnte die Lichterprozession um die Kirche durchgeführt werden, an der Gnadenkapelle wurde den Wallfahrern zum Abschluß des ersten Tages der Abendsegen erteilt.

Bei herrlichem Spätsommerwetter mit wechselnd bewölktem und sonnigem Himmel hatten sich wieder über 300 Pilger aus der Grafschaft Glatz und ihre Angehörigen am Sonnabend nach Telgte auf den Weg gemacht. Auf dem Kardinal-von-Galen-Platz hatten die Malteser wieder ihren festen Platz gefunden, daneben war auf dem Kirchplatz der gemeinsame Stand des Grafschafter Boten und der Stiftung Grafschaft Glatz/Schlesien aufgebaut. Der Vorsitzende der Zentralstelle, Daniel Spitzer, seine Frau Anke Maria und sein Onkel Reinhard Spitzer sowie der stellvertretende Vorsitzende Christian Drescher und das Ehepaar Reinhard und Cornelia Schmidt sowie der Stiftungsvorsitzende Reinhard Spitzer und das Vorstandsmitglied Christine Ritzen [Bild 1] boten zahlreiche Bücher, Hefte und Landkarten wieder gegen Spende an. Es kam ein ordentlicher Betrag für die Existenzsicherung des „Boten“ zusammen. Wir sagen „Vergelt’s Gott!“.
 

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[Bild 1]
Christine Ritzen (Stiftungsvorstand), Dr. Georg Jäschke (Redakteur des Grafschafter Boten), Daniel Spitzer (Vorsitzende der Zentralstelle), Reinhard Elsner (Stiftungsvorsitzender), Reinhard und Cornelia Schmidt (Schriftführer und Beisitzerin der Zentralstelle) und Christian Drescher (1. Stellv. Vorsitzender der Zentralstelle) vor dem gemeinsamen Stand des Grafschafter Boten und der Stiftung Grafschaft Glatz/Schlesien (v.l.n.r.) Foto: Anke Maria Spitzer
 

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[Bild 2]
Fleischermeister Grämmel aus Detmold
 

Und auch Vertrautes war gleich wieder zu bemerken. Fleischermeister Grämmel aus Detmold [Bild 2] hatte seinen Wagen am gewohnten Platz und verkaufte wieder heiße Krakauer, Wellwurst und Knoblichwürstchen sowie schlesische Wurst [Bild 3]. Auch die leckere Erbsensuppe hatte Meister Grämmel wieder mitgebracht und zum günstigen Preis ausgegeben. Es bildeten sich wie üblich lange Schlagen. [Bild 4] Die schlesische Bäckerei Volkmann aus Bad Rothenfelde [Bild 5] verkaufte wieder schlesischen Mooh- und Sträselkucha sowie andere heimatliche Backspezialitäten. Der heiße Kaffee war bald ausverkauft.
 

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[Bild 3]
Schlangestehen für schlesische Wurst von Fleischermeister Grämmel aus Detmold
 

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[Bild 4]
Die üblichen langen Schlagen an der heißen Wurst
 

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[Bild 5]
Die schlesische Bäckerei Volkmann aus Bad Rothenfelde
 

Pünktlich riefen die Kirchenglocken um 10 Uhr zum Festgottesdienst in die Wallfahrtskirche St. Clemens, die mit ihrem hellen und freundlichen Innenraum zur inneren Einkehr einlud. [Bild 6] Die Festmesse war gut besucht. Am Einzug nahm die Wallfahrtsgilde mit dem Telgter Banner teil. Der Telgter Propst Dr. Michael Langenfeld begrüßte Präses Dr. Marius Linnenborn, ganz besonders Großdechant Prälat Franz Jung [Bild 7] im Rollstuhl und den Grafschafter Klerus sowie die Wallfahrer nach dem Einzug sehr herzlich. Dabei wurde Großdechant Jung mit Applaus ganz besonders begrüßt.
 

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[Bild 6]
Der Innenraum der Wallfahrtskirche St. Clemens nach der Renovierung
 

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[Bild 7]
Großdechant Prälat Franz Jung im Rollstuhl
 

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[Bild 8]
Präses Dr. Marius Linnenborn
 

Präses Dr. Marius Linnenborn [Bild 8] erinnerte in seiner Einleitung daran, dass von Ende August bis zum 1./2. September 1946 letzte Firmung in Glatz durch Weihbischof Joseph Ferche aus Breslau stattgefunden habe. Nun sind 80 Jahre seit der Vertreibung vergangen und die 79. Glatzer Wallfahrt findet in Telgte statt. „Heute sind wir hier mit unserer Lebensgeschichte.“ stimmte er die Pilger ein.

Die Lesung hielt zur großen Freude die Grafschafterin Miriam Latzel aus der Enkelgeneration, die in diesem Jahr erstmals an der Buswallfahrt des Heimatwerks teilgenommen hatte, um die Heimat ihrer Vorfahren in Gemeinschaft kennenzulernen.

In seiner Predigt erinnerte Dr. Linnenborn an einen „Heiligen Ort“, der eine Bilderecke, ein Herrgottswinkel, die Heimatkirche, eine Wallfahrtskirche sein kann. Manche Orte sind verloren gegangen, zum Beispiel in der Grafschaft oder die Kirche am Wohnort, die geschlossen oder umgebaut wurde. Die Offenbarung des Johannes schreibt „Seht ich mache alles neu“. So gehen wir weiter auf dem Pilgerweg. Gottes Wort strahlt Zuversicht aus. 80 Jahre Vertreibung bedeutet den Verlust der Heimat: Orte, Häuser, Kirchen sind nicht mehr in unserer Nähe. Es dauerte eine Zeit, bis etwas Neues kam. Am neuen Ort wurden die Grafschafter heimisch. Sie ertrugen die Schmerzen wegen des Verlusts der Heimat. Was müssen wir heute bewahren, festhalten, mitnehmen? Auch heute stellt sich für alle die Frage nach Veränderungen sind Herausforderungen. Aber Gott ist derselbe, er ist ewig, er ist unsere Heimat, die ewig bleibt.

Als Lektoren wirkten Elisabeth Brauner und Dr. Georg Jäschke als Vorsitzender des Heimatwerkes Grafschaft Glatz mit [Bild 9]. Es wurden die traditionellen Lieder aus der Schubert-Messe gesungen. Die Kollekte war für die Grafschafter Arbeit bestimmt.
 

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[Bild 9]
Elisabeth Brauner und Dr. Georg Jäschke bei den Fürbitten
 

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Blick in die gut besetzte Kirche
 

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Die Grafschafter Priester am Altar
 

Ein besonderer Dank ging an Propsteikantor Gerrit Bethke, dem neuen Organisten und Kantor an der Propsteikirche St. Clemens. Ebenso dankte der Präses allen Mitwirkenden in der Sakristei.

Er wünschte sich, dass im nächsten Jahr zur 80. Grafschaft Glatzer Wallfahrt in Telgte, alle Grafschafter als Vorsatz eine Person aus der nächsten oder übernächsten Generation mitbringen sollen.

Es folgte das Grafschafter Marienlied „Über die Berge schallt“ als Schlusslied. Nach dem Auszug versammelten sich die Mitwirkenden zum traditionellen Schlussbild [Bild 10] vor den Fotografen auf dem Kirchplatz.
 

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[Bild 10]
Traditionelles Schlussbild der Mitwirkenden nach dem Gottesdienst
 

Der Kaffee und gespendete Kuchen [Bild 11] sowie der Missionsbasar der Grafschafter Gemeinschaft und der Bücherstand des Heimatwerks Grafschaft Glatz wurden wieder im Pfarrzentrum angeboten. Es waren viele fleißige Hände in der Küche im Einsatz. Bücher und Schriften konnten gegen Spende erworben werden.
 

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[Bild 11]
Kaffee und gespendeter Kuchen
 

Zur feierlichen Schlussandacht am Nachmittag hatten sich noch einmal viele Wallfahrer eingefunden. Am Beginn dankte der Präses dem Küster der Propstei, Christian Kammler, für die Erneuerung der Informationstafel im Glatzer Park [Bild 12].
 

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[Bild 12]
Informationstafel im Glatzer Park
 

Er erinnerte auch an den nächsten Termin zur traditionellen Grafschafter Christkindlmesse am 17. Januar 2027 in der Überwasserkirche Münster, der um 14 Uhr beginnt. Sodann ergriff der Vorsitzende des Heimatwerks, Dr. Georg Jäschke, das Wort, um ein wichtiges Datum in Erinnerung zu rufen. Es war der 31. August 1996, der Tag, an dem der Neupriester Marius Linnenborn den Wallfahrern seinen Primizsegen gespendet hatte. Sofort brandete in der Kirche großer Beifall für den Präses auf. Der Leiter des Grafschafter Chores, Georg Jaschke, stimmte einen Kanon zum 30-jährigen Priesterjubiläum von Präses Dr. Linnenborn an.

Sodann übernahm P. Georg Galke SM aus Meppen [Bild 13] die Leitung der Abschlußandacht. In seiner Predigt erinnerte er sich an eine Familiengeschichte im Zusammenhang mit der Vertreibung von 80 Jahren. Der Glatzer Chor sang danach „Wenn ich ein Glöcklein wär“ von Franz Xaver Engelhart (1861–1924). Nach den Fürbitten erteilte Präses Dr. Linnenborn den Schlußsegen und gab den Grafschaft Glatzern Hoffnung und Zuversicht für ihren Alltag.
 

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[Bild 13]
P. Georg Galke SM aus Meppen predigte in der Schlussandacht
 

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Die Glatzer Madonna
 

 

Text: Dr. Georg Jäschke und Christian Drescher
Fotos: Christian Drescher
1. Stellvertretender Vorsitzender der Zentralstelle Grafschaft Glatz/Schlesien e.V.

 

 

Die schlesische Heimatzeitung „Grafschafter Bote“ hat in ihrer Ausgabe Nr. 11 von November 2026 diesen Bericht auf drei Seiten abgedruckt:

79. Glatzer Wallfahrt nach Telgte 2026: Bericht im „Grafschafter Boten“
79. Glatzer Wallfahrt nach Telgte 2026: Bericht im „Grafschafter Boten“
79. Glatzer Wallfahrt nach Telgte 2026: Bericht im „Grafschafter Boten“

 

Predigt von Präses Dr. Marius Linnenborn bei der 79. Wallfahrt der Grafschaft Glatzer in Telgte am 29. August 2026

Bereit für das Neue, das Gott mit uns wirken will

Haben Sie Orte, die Ihnen heilig sind, liebe Schwestern und Brüder? Vielleicht ist es in der eigenen Wohnung die Stelle, wo Erinnerungsstücke aus der Familiengeschichte oder Fotos von lieben Menschen stehen. Oder es ist eine Gebetsecke mit einem Kreuz, einem Marienbild oder einer Ikone – ein Herrgottswinkel. Im weiteren Sinne kann ein solcher heiliger Ort vielleicht der Platz sein, wo Sie sich gerne niederlassen, die Welt betrachten und Ihren Gedanken nachgehen. Oder ein Urlaubziel, zu dem Sie immer wieder gerne gereist sind, weil Sie sich dort wie zu Hause fühlen.

Im engeren Sinne sind für uns heilige Orte natürlich unsere Kirchen, die mit unserer Lebens- und Glaubensgeschichte eng verbunden sind, wo wir die Sakramente empfangen und Menschen verabschiedet haben. Und natürlich die Wallfahrtsorte, die wir wieder und wieder aufsuchen, weil sie für uns Kraftorte sind, an denen wir immer wieder geistlich auftanken können – wie hier bei der Schmerzensmutter in Telgte, zu der unsere Familien seit 79 Jahren pilgern. An einem solchen heiligen Ort wissen wir uns mit den Quellen und Wurzeln unseres Lebens und unseres Glaubens verbunden, ja hier fühlen wir uns wirklich lebendig.

In den verschiedenen Lebensphasen kann es jeweils unterschiedliche solche Orte geben. Ein heiliger Ort des eigenen Lebens kann seine frühere Bedeutung verlieren, neue Orte können Bedeutung gewinnen. Ein heiliger Ort kann auch verloren gehen, etwa wenn die eigene Pfarrkirche geschlossen oder umgewidmet wird, wie es an manchen Orten schmerzliche Realität ist.

Bei Veränderungen des Lebensortes kann ein anderer Ort eine neue geistliche Heimat werden, wie Telgte es für uns Grafschaft Glatzer geworden ist. Auch wenn wir hier erleben, daß die Kirche umgestaltet, erneuert wird, entsprechend den veränderten Notwendigkeiten, damit unterschiedliche Gruppen heute und in Zukunft gut Gottesdienst feiern können.

Dementsprechend haben wir als Leitwort unserer diesjährigen Wallfahrt den Vers aus der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch der Heiligen Schrift, ausgewählt: „Gott spricht: Seht, ich mache alles neu!“ Wenn wir diesen strahlenden, festlichen Raum sehen, erscheint uns dieses Bibelwort, das eine Zusage voll Zuversicht ist, sicher ganz passend ausgewählt.

Im Rückblick auf das, was unsere Familien vor 80 Jahren erleben mußten, erscheint uns dieses Schriftwort aber wohl eher als eine Herausforderung. „Seht, ich mache alles neu!“ – gilt dies auch im Blick auf die Vertreibung? Da ist alles Vertraute weggebrochen: Heimat, Orte, Häuser, Kirchen, Menschen – ein Totalverlust all dessen, was Halt und Geborgenheit geschenkt hat. Ein Weg in eine ungewisse Zukunft: Wird es noch jemals ein Zurück geben?

Es dauerte einige Zeit, bis unseren Familien endgültig bewußt wurde: Es muß nun etwas Neues werden. Wir müssen bereit sein, an einem neuen Ort Wurzeln zu schlagen. Das Neue wurde nicht gesucht, es mußte angenommen werden – durch die Erfahrung von Schmerz und Tränen, von Verlust und Trauer hindurch.

Und eine elementare Frage war dabei: Was können wir von früher bewahren, woran wollen und müssen wir festhalten? Materiell gab es ja nur ganz wenig, was aus der Heimat gerettet werden konnte: vielleicht ein wichtiges Erinnerungsstück und ein paar Familienfotos.

Zu dem Neuen, das langsam gewachsen ist, gehört auch die Bereitschaft, Kontakte zu knüpfen zu den Menschen, die heute in unseren früheren Wohnungen, Häusern und Orten leben, die jetzt in unseren früheren Kirchen Gottesdienst feiern. Auch wenn in den zurückliegenden Jahrzenten vieles wachsen konnte, bleibt die Versöhnung unter gewandelten Rahmenbedingungen stets neu Herausforderung und Aufgabe.

Was es zu bewahren gilt und was verändert werden muß, diese Frage stellt sich immer wieder auch in größeren Zusammenhängen – in der Kirche wie in der Politik. Hat der Liedermacher Wolf Biermann Recht, der einmal formuliert hat: „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“?

Ich staune, wenn ein Mensch von sich sagt: Ich bin nicht mehr derselbe, der ich früher einmal war. Bleibt der Kern unseres Menschseins nicht trotz aller äußeren Veränderungen und Wandlungen bestehen, bleibt unsere Identität nicht erhalten? Gott hat ja jeden von uns als einzigartigen Menschen ins Leben gerufen.

Was aber ist dieser Kern, der uns aufgetragen ist zu bewahren, auch in allen sich wandelnden Herausforderungen? Ich möchte es heute so formulieren: Daß wir Gott zutrauen, daß er der ist, der durch die Kraft seines Heiligen Geistes immer Neues wirken kann, der uns mit seinen Plänen überrascht – mit dem, was er uns zutraut, auch wenn wir es erst einmal als Zumutung erleben. Das Neue, das er schaffen will, ist weit mehr als geplanter Strukturwandel und nötige Transformation. Er, der von Ewigkeit her ist und doch stets neu und immer jung, er ruft uns, auch wenn wir alt werden an Leib und Geist, aus unseren festgefahrenen Gleisen heraus. Er will uns im Innern neu gestalten, damit wir ganz empfänglich sind für ihn selbst und sein Leben, zu dem er uns ruft über die Schwelle des Todes hinweg, wenn wir alles loslassen müssen und uns in seine barmherzigen Hände fallen lassen – er, der unsere ewige Heimat ist, die niemand nehmen kann. Sind wir bereit für das Neue, das Gott an uns und mit uns wirken will?

 

 


 

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GOTT SPRICHT: SEHT,
ICH MACHE ALLES NEU.
(Offb 21,5)

 
 

79. Wallfahrt
der Grafschaft Glatzer zur
Gnadenmutter von Telgte
28. und 29. August 2026

 

Freitag, 28. August 2026
15.30 Uhr Feierliche Vesper in der Gnadenkapelle
16.00 Uhr „Gedruckte Landschaftsbilder der Grafschaft Glatz“
Vortrag: Dipl.-Ing. Manfred Spata, Bonn, im Pfarrzentrum
19.30 Uhr Andacht in der Wallfahrtskirche
Predigt: P. Hubertus Deuerling CO, Münster
Anschließend Lichterprozession um die Kirche zur Gnadenkapelle,
dort Abschluss und Abendsegen
 
Samstag, 29. August 2026
10.00 Uhr Festmesse in der Wallfahrtskirche
Predigt: Präses Dr. Marius Linnenborn, Trier
15.00 Uhr Abschlussandacht in der Wallfahtskirche
Predigt: P. Georg Galke SM, Meppen
 
Auf dem Kirchplatz: Erbsensuppe, Grafschafter Bote, Schlesische Spezialitäten
Im Pfarrzentrum: Kaffee und Kuchen, Bazar und Bücherstand
 

Liebe Landsleute und uns Verbundene,
in diesem Jahr jährt sich die Vertreibung aus der Grafschaft Glatz zum 80. Mal. Bei unserer Wallfahrt gedenken wir der schweren Erfahrungen in der Vergangenheit und halten zuversichtlich Ausschau nach der größeren Zukunft, die Gott für uns bereitet.
Herzliche Einladung, mit unseren Anliegen und der Bitte der Welt um Frieden zur Gnadenmutter in Telgte zu kommen und die erneuerte Wallfahrtskirche zu bestaunen!
 

Prälat Franz Jung
Großdechant
Dr. Marius Linnenborn
Präses des Heimatwerkes
Grafschaft Glatz e. V.
Dr. Georg Jäschke
Vorsitzender des Heimatwerkes
Grafschaft Glatz e. V.

 

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Erste Version vom 20.06.2026, letzte Aktualisierung am 01.11.2026.