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Die bewegliche Weihnachtskrippe in Albendorf

1850-1878 von Longin Wittig geschaffen

Die bewegliche Weihnachtskrippe in Albendorf
Die bewegliche Weihnachtskrippe in Albendorf
 

 

Die bewegliche Weihnachtskrippe in Albendorf (poln. Wambierzyce, tschech. Vambeřice) aus dem 19. Jahrhundert ist in einem Häuschen am Fuße des Kalvarienberges ausgestellt. Die Krippe wurde von Longin Wittig und seinem Sohn Hermann konstruiert. Longin Wittig begann 1850 mit dem Bau dieser beweglichen Krippe. 1882 zog er nach Albendorf um. Er arbeitete über 28 Jahre lang an der Krippe. Longin Wittig starb 1895 und einer seiner drei Söhne, Hermann Wittig (1857-1932) kümmerte sich um die Krippe.

Sie besteht aus mehr als 800 farbigen Figuren, von denen 300 beweglich sind. Sie bewegen sich mit Hilfe von Uhrwerken. Die Themen der Krippenszenen stellen zum Beispiel folgendes dar: Kindermord in Betlehem, Heilige Familie bei der Arbeit, den 12-jährigen Christus im Heiligtum, Das letzte Abendmahl oder Marienerscheinung in Lourdes. Neben den Szenen und biblischen Figuren gibt es in der Krippe auch Szenen, die für die Umgebung von Albendorf im 19. Jahrhundert typisch waren, wie beispielsweise die Szene aus dem Kohlenbergwerk. Die architektonische Dekoration erinnert an die Umgebung der Stadt.

 

Die bewegliche Weihnachtskrippe in Albendorf
Geburt Jesu Christi in der beweglichen Weihnachtskrippe von Albendorf

Die erste Weihnachtskrippe wurde 1223 vom Heiligen Franz von Assisi in einer Höhle bei Greccio errichtet. Ursprünglich wurden die Krippen in den Franziskanerklöstern hergestellt, aber die Tradition des Krippenbaus verbreitete sich in ganz Europa, entwickelte sich aber am stärksten in Italien. In Schlesien wurde die Tradition Ende des 13. Jahrhunderts von den Franziskanern begründet, die sich damals hier niederließen. In Albendorf (Wambierzyce) geht die Tradition des Baus mobiler Krippen auf das 18. Jahrhundert zurück, als Konrad Hilberg sich in der Einsiedelei hinter der Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes niederließ. Er schnitzte und öffnete die erste Krippe, die leider bis heute nicht erhalten geblieben ist.

Die heutige Krippe, die aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt, befindet sich in einem Gebäude am Fuße des Kalvarienbergs. Der Initiator der Konstruktion war der Schlosser und Uhrmacher Longin Wittig. Dieser äußerst talentierte Mann wurde 1824 in dem Dorf Annaberg (Góra Św. Anny) in der Nähe von Neurode (Nowa Ruda) geboren. Er wuchs in einer Familie auf, in der der Bau von Weihnachtskrippen eine von Generation zu Generation weitergegebene Tradition war, und er beschloss, eine große mechanische Krippe zu bauen. Er begann mit der Arbeit an der Krippe um 1850, als er noch in dem Dorf Annaberg lebte. Im Jahr 1877 zog er nach Mittelsteine (Ścinawka Średnia), von wo er 1882 nach Albendorf (Wambierzyce) kam. Er ließ sich mit seiner Familie an dem Ort nieder, an dem heute das Gebäude mit der Krippe steht. Hier begann er, seine ungewöhnliche Arbeit den benachbarten Bewohnern zu zeigen.

Die Krippe mit ihren kunstvollen, farbenfrohen und beweglichen Figuren wurde sehr schnell zu einem Anziehungspunkt für Pilger und Touristen, die den Ort besuchten. Auf ihr Drängen hin beschloss Wittig, einen weiteren Schaukasten mit der Darstellung des Kreuzweges zu bauen. Longin Wittig starb 1895, und einer seiner drei Söhne, Hermann Wittig (1857-1932), übernahm die Betreuung der Krippe.

Der Familientradition folgend, fügte er der Krippe neue Szenen hinzu. Er fügte den Kindermord auf Befehl von König Herodes, die Heilige Familie bei der Arbeit, den 12-jährigen Jesus im Tempel, das letzte Abendmahl, die Erscheinung der Jungfrau Maria in Lourdes, die Kohlengrube und eine Szene mit einem Volksspiel hinzu. Im Jahr 1946 wurde die Krippe von den örtlichen Behörden übernommen, die sie dann der örtlichen Kirchengemeinde überließen. Heute ist die Sammlung der beweglichen Krippen von Longin und Hermann Wittig fester Bestandteil der Denkmäler in Albendorf (Wambierzyce). Die Krippen, die von Kindern und Erwachsenen, Pilgern und Touristen besucht werden, rufen seit über hundert Jahren immer wieder Bewunderung und Anerkennung für die Handwerkskunst ihrer Erbauer hervor.

Die Krippe ist das ganze Jahr über geöffnet. Der Besuch ist kostenpflichtig.
(Ruchoma Szopka w Wambierzycach, Objazdowa 6, 57-420 Radków)

Quellen:
- http://wambierzyce.pl/ruchoma-szopka
- https://pl.wikipedia.org/wiki/Ruchoma_szopka_w_Wambierzycach
- https://www.ceskeapolskebetlemy.cz/de/mechanische-weihnachtskrippe-von-longin-wittig/
 

Das letzte Abendmahl
Das letzte Abendmahl

 

Stationen aus dem Kreuzweg
Stationen aus dem Kreuzweg

 

Volksspiel
Volksspiel

 

Kohlenbergbau
Kohlenbergbau

 

Ein deutschsprachiges Video (3:05 Min.) können Sie unter der Internetadresse
Video
https://www.czecot.com/soubory/video/4010_hd.mp4
ansehen.

 

Polnische Quellen wurden mit www.DeepL.com/Translator übersetzt.

 

 

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© 2021 by Dipl.-Ing. Christian Drescher, Wendeburg
Erste Version vom 25.12.2021, letzte Aktualisierung am 25.12.2021.